Classic Days 2018

Wie gewohnt, gehen am ersten Augustwochenende des Jahres die Classic Days am Schloß Dyck als buntes Oldtimer- und Motorenfestival an den Start.
Bereits der Freitag ist ein beliebter Tag; es findet der Check-In der Fahrzeuge statt und der Rennbetrieb ruht bis zum Samstag. So bleibt genügend Gelegenheit, die ankommenden Fahrzeuge zu bestaunen und auch das ein oder andere Gespräch mit Ausstellern und Teilnehmern der Classic Days zu führen. Selbstredend natürlich auch ein großer Tag zum Fotografieren, da die Fahrzeuge teilweise durch das Check-In Procedere noch in Bewegung sind und es sich keine unerträglichen Menschenmassen herum bewegen. Man bewegt sich durch verschiedenste Automobilschichten wie in einem vielfältigen zoologischen Garten. Einfach großartig!
Eine besondere Attraktion in diesem Jahr war das American La France Treffen 2018, bei dem man nicht nur sehen, sondern vor allen Dingen auch hören und riechen konnte, zu was Motoren in der Güte von 5,9 bis 14 Liter Hubraum in der Lage sind.

Am Samstag und Sonntag sind die traditionellen Renntage bei den Classic Days, in diesem Jahr unter anderem mit den Legenden Jochen Maas und Arturo Merzario. Hier kann man die “Racing Legends” im Einsatz bestaunen.

In diesem Jahr waren es auf Grund des tollen Sommerwetters auch mit Abstand die heißesten Classic Days. Der traurigste Gast war wohl der Brite Chris Williams, der mit seinem Packard-Bentley nicht auf die Rennstrecke durfte, da es sich bei dem Fahrzeug um einen “Feuerspucker” handelt.
Zu groß war die Gefahr, das die zur Streckensicherung eingesetzten Strohballen Feuer fangen könnten und so die ausgetrockneten Rasenflächen auf dem Schloßgelände in Brand gesetzt hätten. Zudem waren auf dem Festivalgelände auf Grund der Witterung erstmals Rauchen und Grillen untersagt. Viele Hydranten wurden zudem als Trinkwasserspender umfunktioniert, um den Besuchern das Verweilen bei den Classic Days etwas erträglicher zu machen.
Am Samstagnachmittag durfte Chris Williams dennoch mit seinem “Mavis” auf die Rennstrecke.

Zum Abschluss und als Höhepunkt darf der Besuch der „Jewels in the Park“ nicht fehlen. Dort finden sich versunkene Marken wie Delhaye, exotische Modelle wie der DKW Monza oder Ferrari-Modelle im Millionen-Euro-Bereich.

Anbei ein paar fotografische Eindrücke der diesjährigen Classic Days:

 

Mein Lightroom Creative Cloud Workflow

Im Oktober 2017 hat Adobe ein “Mega-Update” der Software Lightroom ausgerollt. Dabei herrschte zunächst etwas Konfusion, da es auf einmal zwei Lightroom-Varianten gab; zum einen Lightroom CC und Lightroom CC Classic.
Wo, bitteschön, ist da jetzt der Unterschied?

Lightroom CC Classic ist der Nachfolger der bisherigen Lightroom-Version und Lightroom CC ist von Grund auf neu programmiert. Die Version Lightroom CC Classic ist ohne Cloud, also auf herkömmlichen Computern nutzbar. Lightroom CC nutzt ausschließlich die Cloud. In Lightroom CC werden alle Bilder, die man importiert, in die Cloud hochgeladen und sind von dort praktisch überall “erreichbar” – über ein Webinterface und mobile Apps für iOS und Android.

Leider ist Lightroom CC in den Funktionen nur eine abgespeckt Variante von Lightroom CC Classic. Man kann keine Fabrmarkierungen vergeben, es gibt kein Kartenmodul, es gibt keine Smartsammlungen und man kann keine Plug-Ins, weder zur Bearbeitung noch zum Exportieren/Teilen einbinden. Es besteht lediglich die Möglichkeit, ein Bild auszuwählen und diese in Photoshop zu bearbeiten. Weiterhin kann man ausgewählte Fotos auch auf die Festplatte exportieren. Ausserdem sind die Bearbeitungsfunktionen nicht auf dem Stand von Lightroom CC Classic, insbesondere, was die Maskierungsfunktionen wie linearer Verlauf, radialer Verlauf und Pinsel anbelangen. In Lightroom Classic CC gibt es seit neuestem auch die Option, bei diesen Luminanz oder Farbbereiche auszuwählen, was die Arbeit bei der Entwicklung der RAW-Dateien nochmals enorm erleichtert.

Alle Versionen gibt es nicht mehr als Kaufversion, sondern nur noch im Abo-Model. Darin enthalten sind 20GB Cloud-Speicher, Kostenpunkt: €119,28 pro Jahr.
Das ist im Zeitalter von 128GB Speicherkarten für Digitalkameras äußerst bescheiden, um es höflich auszudrücken.
Man kann jedoch den Cloud-Speicher erweitern. 1TB Cloud-Speicher kosten pro Jahr €178.98. Die Preise nehmen wir mal einfach so hin, das Internet ist voll von Diskussionen über pro und Contra, doch das soll hier nicht Gegenstand dieses Beitrages sein.

Wie bekomme ich meinen ganzen Kram jetzt in die Cloud?
Spätestens an dem Punkt fängt die ganze Geschichte an, etwas kompliziert zu werden. Wer denkt, dass er/sie jetzt einfach die neuen Versionen der Software installiert und alles bewegt sich wie von Geisterhand in die Cloud, ist leider schief gewickelt. Ein wenig mehr Aufwand ist es schon.

Dazu muss man wissen, dass beide Lightroom Versionen unterschiedlich auf die Cloud zugreifen.
Wie bereits erwähnt, ist das am einfachsten in Lightroom CC. Bilder importieren, diese einem Album zuweisen und fertig ist die Laube. Alle neuen Bilder werden in einem zuvor festgelegten Album importiert und in der Cloud gespeichert. Sobald der Upload beendet ist, kann ich auf allen Geräten auf die Original-Dateien zugreifen.

Unter Lightroom Classic CC ist der Zugriff auf die Cloud jedoch eingeschränkt.
Grundsätzlich werden nur Sammlungen mit der Cloud synchronisiert (entspricht den Alben In Lightroom CC) und es werden von hier aus nur Smart-Vorschauen in die Cloud geladen, keine Originale. Diese sind über die an die Cloud angeschlossenen Geräte jedoch mit den jeweiligen Mitteln vollständig bearbeitbar.

Was ist nun zu tun, um BEIDE Versionen von Lightroom gleichberechtigt zu nutzen? In meinem Fall habe ich Lightroom Classic CC auf meinem iMac installiert. Der Katalog liegt auf der Festplatte des iMac, die dazugehörigen Originaldateien auf einer externen Festplatte. Unterwegs möchte ich Aufnahmen aus meiner Canon 80D sofort bearbeiten und in die Cloud hochladen, um diese zu Hause weiterzuarbeiten.

Der Lösungsansatz ist folgender:

Migration heißt das Zauberwort. Zunächst muss man in Lightroom Classic CC einige Vorbereitungen treffen. Der Katalog sollte als erstes optimiert und gesichert werden. Alle Aufnahmen sind bei mir in Lightroom Classic CC ordnerbasiert auf der Festplatte gespeichert. Zu jedem dieser Ordner habe ich eine Sammlung erstellt, so dass dadurch meine Ordnerstruktur in Lightroom CC ihren Pendant hat. Diese Sammlungen erscheinen in Lightroom CC als Alben. Diese Terminologie sorgt übrigens für weitere Verwirrung.

In Lightroom CC muß man nun den kompletten Katalog „migrieren“. Dadurch werden alle in dem ausgewählten Katalog vorhandenen Originaldateien in die Cloud transferiert. Die zuvor erstellten Sammlungen erscheinen als Alben in Lightroom CC. Innerhalb dieser Alben kann man in Lightroom CC übrigens auch Unterordner anlegen, die in der Classic-Variante dem Sammlungssatz entsprechen. Wer jetzt meint, dass Lightroom CC die so geschaffene Alben-Struktur in der Classic-Variante gleichermassen synchronisiert, sieht sich enttäuscht. Diese erscheinen als einzelnge Ordner in der Sammlung „von LR mobile“.

Nun kann die Synchronisation starten. In Lightroom CC wählt man unter Datei den Menu-Punkt „Lightroom Katalog migrieren“. Man wählt in einem Auswahldialog den betreffenden Katalog aus und startet die Synchronisierung.

Bei mir waren zum Zeitpunkt der Migration ca. 27.000 Fotos im RAW-Format im Katalog; dementsprechend verhält es sich mit der Synchronisation wie mit Wagners „Ring der Nibelungen“ – es zieht sich. Am besten macht man bei diesem Volumen einen ausgedehnten Wochenendtrip.

Anschließend hat man jedoch seinen gesammten Katalog in der Cloud und kann von allen angeschlossenen Geräten auf die Original (RAW)-Dateien zugreifen. Mit den entsprechenden Varianten von Lightroom CC bin ich so in der Lage, auf alle Dateien auf dem iPhone, dem iPad und auf dem MacBook zuzugreifen und diese jeweils dort zu bearbeiten. Die Synchronisation erfolgt umgehend. Sogar für das Apple-TV gibt es eine Lightroom Version, der jedoch „nur“ die Anzeige von Fotos möglich ist.

Nun sind die Bearbeitungsfunktionen in beiden Lightroom-Varianten nahezu deckungsgleich, bis auf ein paar Ausnahmen, die Verwaltungsfunktionen sind in Lightroom CC jedoch nur rudimentär. Ebenso die Export-Funktionen. Hier kann man lediglich das Original+Einstellungen oder JPG exportieren. Ebenfalls kann man in der CC Version keine Plug-Ins einbinden (weder zur Bearbeitung noch zur Verwaltung).
Lediglich nach Photoshop kann man ein Bild transferieren, wo jegliche Möglichkeiten offen stehen.

Da ich jedoch BEIDE Versionen nutzen will, muß man sich an ein paar „Spielregeln“ halten.
Ich importiere zunächst meine Fotos auf den Mac, da ich meine Fotos grundsätzlich mit GPS-Daten versehe, was Lightroom CC nicht beherrscht (nur in der Anzeige). Wer das nicht benötigt, springt bitte zum nächsten Absatz. Der Import geschieht mit der App „Digitale Bilder“, womit die Dateien zunächst auf der lokalen Festplatte landen. Danach füge ich mit Geotags Photos Pro die zuvor aufgezeichneten GPS-Daten in die Fotos ein.

Abschließend werden die Fotos über die Import-Funktion in Lightroom CC importiert.
Dabei kann man festlegen, ob die Fotos sofort einem Album zugeordnet werdern sollen oder ob sie erst einmal „nur“ in die Cloud geschoben werden sollen. Lightroom CC speichert auf der lokalen Festplatte nur zwischen, es werden keine Originale behalten. Diese wandern ausschließlich in die Cloud.
Bei meinem MacBook mit 256GB SSD ein nicht zu unterschätzender Vorteil!

Die Auswahl der Bilder erfolgt mittels Sterne-Wertung oder mit der Markierung „ausgewählt“ oder „abgelehnt“. Farbmarkierungen gibt es in der CC-Version leider nicht.
Danach erfolgt eine rudimentäre Entwicklung der Bilder. Währenddessen erfolgt bereits automatisch der Upload in die Cloud. Beim Mac erfolgt der Upload (und analog auch der Download) auch dann, wenn das Gerät im Ruhezustand ist, bzw. das MacBook zugeklappt ist. Die Anbindung an die Adobe-Cloud ist nach meiner bisherigen Erfahrung absolut störungsfrei und sehr zügig, wobei es hier natürlich immer auf die jeweilige Bandbreite der Internetverbindung ankommt.

Wenn ich nun Lightroom CC Classic öffne, werden alle neuen Fotos auf die Festplatte geladen. In den Einstellungen muß man vorher einen Download-Ordner des CC-Ökosystems benennen. Bei mir ist es der Ordner auf der Festplatte, wo sich alle Originale befinden.
Das zuvor in CC angelegte Album befinden sich nun in der Sammlung „Von LR mobile“; die Originaldateien befinden sich nun zunächst im obersten Ordner meiner Originaldateien.
Nun ziehe ich die Sammlung aus „Von LR mobile“ in meine Sammlungen hinein, markiere dort alle Fotos, gehe in den Reiter Ordner und lege mir dort einen neuen Ordner auf der Festplatte an, in den die synchronisierten Dateien verschoben werden. Der letzte Schritt ist nicht zwingend erforderlich, aber man bekommt somit Ordnung in die hierarchische Struktur des Ordners im Dateisystem.

In Lightroom Classic CC habe ich fortan alle Orginaldateien wieder zur Verfügung und kann sie mit den dortigen Werkzeugen oder mit Plug-Ins tiefgreifender bearbeiten.
Somit erfüllt dieses System, trotz des etwas gestiegenerm Arbeitsuafwand zwei Ziele:
Ich kann in Lightroom Classic CC Originale bearbeiten, egal von welcher Stelle aus sie ihren Weg in die Cloud gefunden haben und ich habe nebenbei ein Backup meiner Originale in der Cloud, falls es zu Hause zu einem Festplattendefekt kommt.

Für mich stehen Aufwand und Nutzen somit in einem gesunden Verhältnis.

Adobe Creative Cloud für Fotografen

Was taugen Reisezoom-Objektive?

Vor ein paar Tagen bin ich in einer Werbeanzeige auf ein “Hammer-Angebot” aufmerksam geworden. Ein namhaftes Fotofachgeschäft im Großraum Düsseldorf rührte die Werbetrommel für eine digitale Canon Einsteiger-Speigelreflexkamera (DSLR) mit einem “Objektiv für alle Fälle”. Es war ein Reisezoom- oder Superzoomobjektiv mit einer Brennweite von 18-400mm.
So weit so gut, ich brauche also zu meiner DSLR nur EIN Objektiv und werde Fotos in der Profiliga schießen.

Dem ist leider beim besten Willen nicht so!
Grundsätzlich hat ein Reise- oder Superzoom-Objektiv zunächst einige Vorteile. Es ist leicht, es ist preiswert und es hat einen riesigen Brennweitenbereich, bei dem ich es vermeide, das Objektiv zu wechseln.
Auf Reisen ist das zuweilen recht nützlich; je nachdem, wo man sich bewegt, ist es aus vielerlei Gründen nicht möglich, eine umfasssende Auswahl an Objektiven mitzuführen. Diese Objektive sind meistens in einem Preisbereich zwischen 300 und 600 Euro zu erwerben, was den Geldbeutel neben einem Kamerakauf sehr schont.
Der gewichtigste Grund scheint zu sein, dass man vermeidet, das Objektiv zu wechseln. Ich habe schon Verkäufer sagen gehört, dass das sogar den Sensor der Kamera schont, weil dieser dann nicht verdrecken würde.

Meiner Meinung nach sprechen diese Gründe zunächst einmal überhaupt nicht dafür, sich eine Spiegelreflex-Kamera zuzulegen. Hier ist man mit einer Bridge-Kamera (fest verbautes Objektiv) weitaus besser bedient! Zum Wesen einer (digitalen) Spiegelreflexkamera gehört meiner Ansicht nach die Tatsache, dass diese einen Anschluß für Wechselobjektive bietet. Diesen Vorteil gilt es zu nutzen.

Der gravierendste Nachteil solcher Reise- oder Superzoomobjektive wird nämlich häufig verschwiegen.
Die Bildqualität ist einfach lausig!
Gut, dafür haben wir ja die oben genannten Vorteile. Ich denke, dass jemand, der nur “knipsen” möchte, mit einer Bridge- oder Kompaktkamera weitaus besser bedient ist. Damit lassen sich tatsächlich hervorragende Fotos machen. Denn es kommt nicht darauf an, was man für eine Kamera hat, sondern was man daraus macht.
Dennoch ist die Bildqualität dieser Reise- oder Superzoomobjektive meist bescheiden.
Das hat zunächst physikalische Gründe. Grundsätzlich sind Zoomobjektive nicht schlecht, die allgemeingültige Regel lautet jedoch, dass der Zoomfaktor allerhöchstens 4 betragen sollte. Bei den Reise- und Superzooms liegt der Faktor zwischen 13 und 22!
In Bezug auf die Lichtstärke darf man ebenfalls keine Wunder erwarten. Die Objektive haben gewöhnlich eine variable Lichtstärke zwischen f3.5 am Weitwinkel und f6.3 am Tele. Damit lassen sich keine zufriedenstellenden Freistellungseffekte erzielen, was bedeutet, dass man nicht kreativ fotografieren kann.
Weiterhin ist die Naheinstellgrenze dieser Objektive meist sehr hoch, so dass man nicht nahe genug an das Objekt kommt, was insbesondere im Weitwinkelbereich fatal sein kann.

Fairerweise muss ich eingestehen, dass ich einige Jahre selbst ein solches Reisezoomobjektiv genutzt habe, das Tamron 18-200mm. Es überwogen für mich die Vorteile, die ich oben genannt hatte.
Da ich mich im Laufe der Zeit jedoch immer mehr mit der Fotografie auseinandergesetzt habe, kamen mir mehr und mehr Zweifel an der Bildqualität dieses Objektivs. Mit der Zeit kamen immer mehr spezielle Objektive dazu, mehr darüber erfährst Du im Menu Ausrüstung.
Doch was tun, wenn man anspruchsvolle Fotos machen möchte und trotzdem nicht viel Geld ausgeben  möchte?

Als Canon-Benutzer kann ich dazu neben dem 18-55mm Kit-Objektiv das 55-250mm f4.0-f5.6 Teleobjektiv empfehlen. Es ist für ca. 270 erhältlich. Natürlich sind auch diese keine Wunderwerke der Lichtstärke.

Wenn man bereit ist, ca. 1.000 Euro zu investieren, bekommt man eine deutlich bessere Bildqualität.
Hier gibt es für mich zwei Empfehlungen:
Das Sigma 17-70mm f2.8-f4.0 mit Bildstabilisator für knapp 400 Euro und das Tamron 70-200 f2.8 Di SP Macro für knapp 600 Euro.
Letzteres ist weder ein ausgewachsenes Macro-Objektiv, noch verfügt es über einen Bildstabilisator. Dafür ist es für die Lichtstärke konkurrenuzlos günstig.
Diese beiden letztgenannten Objektive sind für mich ein Quantensprung in Sachen Bildqualität zu allen vorgenannten Objektiven.
Das Sigma 17-70mm ersetzt bei mir das Kit-Objektiv 18-55mm. Es bildet nach meiner Empfindung deutlich schärfer ab und verfügt über eine höhere Lichtstärke. Selbst am Tele-Ende bei 70mm lassen sich bei Blende 4 noch ordentliche Freistellungseffekte erzielen, was auch mit einer Naheinstellgrenze von 22cm zusammenhängt.
Mit dem Tamron 70-200mm kann man selbst an einer APS-C Kamera hervorragend Portraits und Tieraufnahmen machen. Mit der Linse kann man auf Grund der durchgängigen Blende von 2.8 sehr schön freistellen. Allerdings benötigt das Objektiv auf Grund des fehlenden Bildsatbilisators einiges an Erfahrung.

Das wichtigste ist an einer Spiegelreflexkamera in erster Linie die verwendete Optik, in zweiter Linie erst die Kamera an sich . Aus diesem Grund sollte man an der Optik nicht sparen.

 

Karneval im Wald

Karneval im Wald? Kommt jetzt was ganz Abgefahrenes? Ist das Mummenschanz im Grünenl für Öko-Stalinisten?
Nein, es ist nichts von alldem.
Wer, wie ich zu den Karnevlasverweigerern gehört, der sucht sich während der tollen Tage einen Ausweichplatz. Dieser fand sich am Karnevalssonntag in einem ausgedehnten Waldstück zwischen Waldniel und Wegberg nahe der deutsch-niederländischen Grenze. Dieses durchstreiften wir mit Freunden in einer knapp vierstündigen Wanderung, natürlich mit kompletter Fotoausrüstung.
Das Wetter war durchwachsen und um die Mittagszeit ist der Wald eigentlich kein Ort, an dem spektakuläre Bilder entstehen. Außerdem ist die Landschaft flach und ziemlich reizarm.

Doch auch dann hat der Wald immer noch seine Reize, die sich einem jedoch erst erschließen, wenn man mal einen Moment innehält und einfach mal die Umgebung betrachtet. Spätestens dann bemerkt man, dass auch der Wald Karneval feiert. Zwar nicht mit Narhalla-Marsch und Kamellen, dafür aber mit vielen Gesichtern und Figuren.
Was auf der einen Seite nur wie ein abgestorbener Baumstamm aussieht, ist aus einer anderen Perspektive plötzlich “Jabba The Hut”.
Und immer öfter merkt man, dass sich im Wald vielmehr versteckt, als Altholz, Baumstümpfe und loses Geäst.

Winter

Der Himmel ist grau, die Luft ist kalt, die Natur hört Winterschlaf – eigentlich die besten Voraussetzungen, drinnen zu bleiben und vielleicht mal ein wenig die Fotosammlung zu sortieren oder ein paar alte Bilder zu bearbeiten.

Doch im Grunde gibt es keine Wetter, bei dem man nicht fotografieren kann, insbesondere, wenn sich die Wolken öffnen und ein wenig Schnee auf die Erde schicken.
Binnen weniger Minuten legte sich eine Zuckerguss-Schicht aus Schnee über unseren kleinen Garten, was mich befleissigte, dann doch die Kamera zu holen und hinauszugehen. Hier ist es sehr lohnenswert, “ins Detail” zu gehen und ein Makro-Objektiv zu nutzen.
Wenn man, wie ich, kein reines Makro-Objektiv hat, heißt die Lösung “Zwischenringe”. Das sind Ringe, die zwischen Kamera und Objektiv montiert werden und nichts anderes tun, als die Naheinstellgrenze des Objektivs zu verkürzen. Bedingt durch diese Tatsache kann man nun nicht mehr auf unendlich fokussieren.
Diese Zwischenringe kann man in vielen Ausführungen und Preisvarianten erhalten. Meine habe ich bei Amazon für knapp 30 Euro erstanden.

Ich benutze diese Zwischenringe sehr gerne an meiner 50mm und 85mm Festbrennweite. Für mich erübrigt sich somit die Anschaffung eines Makro-Obejktivs. Sogar am 150-600mm Tele-Zoom von Tamron machen die Dinger eine gute Figur.

Herbststimmung

Regen, Wolken, Wind – in diesen Tagen zeigt sich der Herbst von seiner typischen Seite. Wo ist die Sonne, wo sind die schönen, kräftigen Farben? Keine Spur …

Wenigstens der Wind hat seine positive Seite, vertreibt er doch die Wolken. Da sollte man jedes noch so kleine “Zeitfenster” nutzen, um typische “Herbstfotos” zu machen. So auch am Donnerstag, da fegte der heftige Wind die Wolken weg und für kurze Zeit zeigte sich die Sonne und tauchte den Stadtwald Krefeld in eine schöne Herbststimmung.

Miniaturfiguren

Bisweilen kommt es vor, dass man überlegt, was man als nächstes fotografieren kann. Zum einen ist der Spätsommer in diesem Jahr nicht wirklich ansehnlich, es ist windig und es regnet oft. Zum anderen mag man auch nicht immer die gleichen Motive anschauen, zumal ein Urlaub bei uns bis dato nicht ansteht.

Also “muss” man sich seine  Motive selbst schaffen. Wir haben in unserem Haushalt eine kleine Sammlung von Miniaturfiguren, die allesamt “dicke Frauen” darstellen. Getreu dem Motto von J.R.Ewing, das da lautet “Die Oper ist nicht zu Ende, bevor die dicke Frau nicht gesungen hat” mussten also unsere kleinen Figuren dran glauben.

Dazu habe ich es ihnen auf unserem Terrassentisch etwas “bequem” gemacht und ein weißes Fell auf den selbigen gelegt, auf dem ich die Damen positionieren konnte.
Und weil das alles noch nicht reicht, haben wir ein paar Figuren am letzten Samstag an den Rhein bei Meerbusch geschleppt, was wir auf Grund der Ausnahmeerscheinung “Sonne” mit einer schönen Radtour kombinierten.

Bei dieser Gelegenheit konnte ich mein neues Canon 85mm-Objektiv gebührend einweihen, es ist wie gemacht dafür. Es ist sehr lichtstark und produziert bei offenen Blenden ein wunderschönes Bokeh.

Hier sieht Ihr einige Aufnahmen der “dicken Frauen”:

Landschaftspark Duisburg-Nord

Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein ca. 180 Hektar großer Landschaftspark rund um ein ehemaliges Hüttenwerk in Duisburg-Meidrich, das im Rahmen der internationalen Bauausstellung Emscher Park von 1989 bis 1999 entstand.

Die britische Zeitung “The Guardian” zählt den Landschaftspark Duisburg-Nord zu den 10 bestens Stadtparks der Welt, in einem Atemzug mit dem High Line (New York), dem Buttes-Chaumont (Paris), dem Hampstead Heath (London) und dem Parque Güell (Barcelona).

Neben den alten Industriegebäuden hat sich eine enorm artenreiche Flora und Fauna entwickelt; es scheint so, als ob sich die Natur ihren Platz zurückerobert.