Oldtimertreffen Krefeld

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An 5 Sonntagen im Sommer gibt es jede Menge Oldtimer auf der Rennbahn Krefeld zu bestaunen; organisiert von den Oldtimerfreunden Egelsberg.
Vor der stilvollen Kulisse der Rennbahn Krefeld gibt es an diesen Sonntagen nur eins:
Jede Menge klassische Automobile, ohne Zipp und Zapp und Narrenkapp. Einfach nur schöne Autos ohne jeglichen Kommerz. Wer kommt, wer nicht kommt bleibt da, kein Vereinszwang, kein gar nicht, vor allen Dingen kein Eintritt. Alles in einer lockeren und heiteren Atmosphäre, bei der man leicht mit den Besitzern der Klassiker ins Gespräch kommen kann und jede Menge Geschichten hört. Für das leibliche Wohl, insbesondere an heißen Sommertagen wie heute, ist in Form eines Getränkestandes ebenfalls gesorgt. Ein Kleinod im Gegensatz zu durchorganisierten Veranstaltungen wie den Classic Days.

Die ausstehenden Veranstaltungen im Jahr 2019 finden am 14.Juli, am 18. August und am 15.September statt.

Anbei ein paar Eindrücke den diesjährigen Veranstaltungen aus Mai und Juni:

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Algarve 2019

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Nachdem ich bereits einen Beitrag und eine Galerie “Algarve schwarz-weiß” erstellt habe, nun ein paar Aufnahmen, in denen mein Michael den Farbfilm nicht vergessen hat.

Es ist nach 2015 bereits unser zweiter Besuch in dieser wundervollen Landschaft. Wir lieben die zerklüfteten Felsen am Atlantik mit den kleinen, teils einsamen Buchten, die malerischen Altstädte, das schroffe Hinterland und den gewaltigen Atlantik.
Abseits der bekannten Hotspots Albufeira und Vilamoura gibt es hier sehr viel Natur und Geschichtsträchtiges.
In der Quinta dos Oliverias zwischen Carvoeiro und Lagoa haben wir unser perfektes Quartier gefunden: ein kleines, inhabergeführtes Hotel, das zwar etwas in die Jahre gekommen ist, aber dadurch einen unvergleichlichen Charme hat. Außerdem gibt es hier eine ganz wundervoll gepflegte Gartenanlage mit einem kleinen Pool, wenn man einmal nicht die schöne Gegend erkunden will, sondern einfach nur “chillen” möchte.

An der Algarve kann man sehr viele und sehr schöne Aufnahmen machen – in 10 Tagen waren es 1.270 Aufnahmen. Ein kleinen Ausschnitt davon findest Du hier:

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Die Algarve in schwarz-weiß

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Unser diesjähriger Urlaub im Frühjahr führte uns wieder an die Algarve in Portugal. Wie bei unserer Reise im Oktober/November 2015 war unser Ziel wieder die Quinta dos Oliveiras zwischen Carvoeiro und Lagoa. Es ist ein kleines, inhabergeführtes Hotel, in dem es allerlei alte Sachen wie Möbel, Grammophone und Bücher gibt.

Meine Aufmerksamkeit fand dort ein Bildband des Engländers Tim Motion mit dem Titel Algarve 63. Darin enthalten sind, Nomen est Omen, 63 grandiose schwarz-weiß Aufnahmen der Algarve aus den sechziger und siebziger Jahren, die das Land vor Aufkommen des Massentourismus zeigt.

“Bestelle es Dir doch bei Amazon, dann ist ist es da, wenn wir wieder zu Hause sind”, schlug meine bessere Hälfte vor. Da hätte ich auch von selbst drauf kommen können, gibt es doch bei Amazon nichts, was es nicht gibt.

Bis auf Algarve 63 von Tim Motion. Eine anschließende Suche im Netz brachte darüberhinaus wenig erquickendes, bis auf eine Ausstellung in einem Park im naheliegenden Estômbar, die aber leider letztes Jahr schon vorbei war. Lediglich das Fotogeschäft Niobo in Olhaõ führte das Buch im Sortiment.  Auf Grund der mageren Ausbeute im Netz war der Weg von 65 km dorthin das kleinste Übel.

Man kann die Sache jedoch auch abkürzen und sich direkt mit dem Autor in Verbindung setzten, er schickt es einem auch zu. Wer es ausprobieren möchte, guckt hier.

Inspiriert durch dieses fabelhafte Werk habe ich aus meinen knapp über 2.000 Aufnahmen aus 2015 und 2019 ein paar ausgewählt und in schwarz-weiß umgewandelt.
An und für sich sollte das keine Große Sache sein – gibt es doch entsprechende Einstellungen in Adobe Lightroom, die das einfach machen und tonnenweise Presets im Internet, die versprechen, das Ergebnis “echt analog” aussehen zu lassen.
Die Bordmittel von Lightroom kann man ganz schnell vergessen, die Presets, die ich besitze, haben mich nicht so recht zufrieden gestellt.

Es gibt jedoch Abhilfe in Form von Presets des Amerikaners Nathan Johnson, die auf den Namen “X-Chrome” hören und eine echte analoge Simulation alter schwarz-weiß Filme versprechen.
Ernüchternd ist zunächst, das man für $89,- “nur” 4 “Filme” erhält – den Fuji Neopan Acros 100, den Ilford HP5, den Kodak Tri-X 400, sowie den Lieblingsfilm von Ansel Adams, den Polaroid Type 55.

Was das ganze Paket jedoch interessant macht, sind weitere Presets für verschiedene Entwickler (Agfa Rodinal, Kodak HC-110 und Kodak XTOL.
Darüber hinaus gibt es noch eine Gruppe mit Presets, die verschiedenen Papiere und Toner simulieren (Fine Art, Kodak Brown Toner, Ilford COOLPAPER, Ilford WARMPAPER, Selenium, usw.).

Durch die Einteilung in Gruppen ( Film, Entwickler, Papier und Tonung) läßt sich so wunderbar eine analoge Entwicklung simulieren, deren Ergebnis mich voll und ganz überzeugt hat. Auf seiner Seite erklärt Nathan Johnson ganz wunderbar, wie das vonstatten geht. Uneingeschränkt empfehlenswert und “trotz nur” 4 Filmen meiner Ansicht nach die beste Bearbeitung um am Rechner digitale schwarz-weiß Bilder zu erstellen. Das ganze funktioniert am besten mit RAW-Dateien, es werden jedoch auch Presets für *.jpg-Aufnahmen angeboten.

Das Paket ist hier erhältlich: X-CHROME – The Missing Black & White Studio für Lightroom.

Doch nun möchte ich Dir meine schwarz-weiß Aufnahmen der Algarve nicht vorenthalten. Ein wenig von Tim Motion inspiriert und mit den X-CHROME Presets bearbeitet.
Viel Vergnügen beim “Durchblättern”

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Kino-Feeling für Deine Fotos

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Cinematiceife-super-Hollywood-Blockuster-Presets, damit werben zig Seiten im Internet. Alle versprechen Dir, In Lightroom oder Photoshop den ultimativen Hollywood-Look für Deine Fotos mit nur einem (Preset)-Klick zu erstellen.
Natürlich nicht umsonst, Geld wollen die Seitenbetreiber zu allem Überfluss auch noch haben, oftmals nach dem Motto “Viel hilft viel”.

Nach einigen ausgegebenen Euronen oder Dollars folgt meistens die Ernüchterung auf dem Fuß; was auf den Beispielfotos im Internet galaktisch aussieht, verhunzt die eigenen Fotos bis zur Unkenntlichkeit. Wenn man sich zudem mit den Reglern in Lightroom oder dem CameraRaw-Modul in Photoshop wenig bis gar nicht auskennt, kommt schnell Frustration auf.

Das Gute liegt jedoch meistens näher als man denkt, das gilt für Besitzer oder Abonnenten von Adobe Photoshop. Bekannterweise kann man ein Foto mit diversen Einstellungsebenen wie Gradationskurven, Farbkorrektur oder Kontrast/Helligkeit bearbeiten. Unter anderem gibt es auch die Option, über Einstellungsebenen sogenannte Color Look-up Tables einzusetzen. 
Wer mit dem Thema “LUT’s” nicht vertraut ist, kann sich hier belesen.
Von nun an gilt es, die Kreativität beiseite zu legen uns sich der vorgefertigten Look-up Tables von Adobe zu bedienen. Vorgaben wie Candlelight, Foggy Night und Horror Blue lassen dabei zunächst wenig Gutes erahnen. Schnell ist man geneigt, die Ebene wieder in den Mülleimer zu ziehen.

Klickt man jedoch weiter, findet man solche Dinger, die mit Fuji oder Kodak anfangen. Hier beginnt die Sache interessant zu werden.
Es handelt sich um Emulationen von Kino-Filmen der oben genannten Firmen. Wer damit immer noch nichts anfangen kann, dem sei die Seite “Shot on What” ans Herz gelegt. Dort findet man zu den in Photoshop vorhandenen Emulationen zig Beispiele, die mit dem entsprechenden Filmnegativmaterial gedreht wurden.
Die Look-up Tables sind nicht sonderlich spektakulär, jedoch verleihen sie den Fotos einen ganz bestimmten “Touch”, den man so ohne Weiteres mit den Bordmitteln von Photoshop nicht so einfach hinbekommt.

Die Anwendung dieser Look-up Tables ist jedoch nicht auf Photoshop beschränkt. Seit Lightroom LUT’s in Form von Kameraprofilen unterstützt, kann man diese auch dort nutzen. Wie das geht, habe ich in meinem Beitrag “LUT’s in Lightroom” beschrieben.
Ich habe mir zu den Profilen einfach Presets mit gleichem Namen in meinem Preset-Ordner angelegt und kann so mit einem Klick darauf zugreifen.
A propos “Ein Klick” – die Profile funktionieren in der Tat meistens mit einem Klick auf meine Fotos, insbesondere, wenn man sich ein wenig Mühe macht und nach den Eigenheiten der verschiedenen Filme unseren Freund Google befragt. 

So einfach und kostengünstig kann man sich den Look der berühmten Blockbuster auf die eigenen Fotos holen.
In der folgenden Galerie habe ich ein Foto vom abendlichen Strand in Carvoerio an der Algarve mit den verschiedenen Looks bearbeitet. Bis auf den Film-Look fand keine weitere Bearbeitung statt.

Zu beachten ist, dass es sich bei den Simulationen für den Fuji F125 und den Kodak 5218 um sog. Tungsten-Filme handelt, also Filme, die auf Kunstlicht abgestimmt sind. Alle anderen sind Simulationen, die am besten bei Tageslichtaufnahmen und einem Weißabgleich von 5.500 Kelvin funktionieren.


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Cinestill-Presets für Lightroom

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Wer oder was ist Cinestill, wird sich jetzt der eine oder andere fragen?
Cinestill-Filme von der gleichnamigen Firma aus den USA sind modifizierte Kodak-Kinofilme, die durch das entfernen eines sogenannten Remjet-Layers im C41-Prozess als Foto entwickelt werden können.
Es gibt zwei Filme, den Cinestill 50D und den Cinestill 800T.
Der Cinestill 50D entsprich dem Kodak Vision3 50D 5203/7203 und der Cinesteill 800T entspricht dem Kodak Vision3 500T 5219/7219.
“LaLa Land”, “The Hateful Eight”, “Spectre” und “The Matrix” sind nur einige Beispiele, in denen diese Filme verwendet wurden.

Cinestill 50D

Der Cinestill 50D ist ein Taglichtfilm mit einer Farbtemperatur von 5500 Kelvin und hat eine Lichtempfindlichkeit vin ISO/ASA 50 – somit wirklich nur für Aufnahmen mit viel Licht zu gebrauchen. Der 50D ist einer der schärfsten und feinkörnigsten Farbnegativfilms mit einem sehr hohen Belichtungsspielraum.

Cinestill 800T

Der Cinestill 800T ist ein Kunstlichtfilm bei einer Farbtemperatur von 3200 Kelvin. Er kann bis zu ISO/ASA 3200 gepusht werden. Der Film ist perfekt für Street-Fotografie, Konzertaufnahmen und Aufnahmen unter “available light”.

Aufnahmen, die mit diesen Filmen erstellt wurden lassen sich auf dem Instagram-Kanal @cinestillfilm bewundern.

Im Netz gibt es Lightroom-Presets, die man nicht mehr zählen kann. Es gibt Presets, die teilweise recht eindrucksvoll analoge Filme emulieren können.
Auf der Suche nach oben genannten Filmen ist jedoch ganz schnell “Hängen im Schacht”, wie man so schön sagt.
Solange, bis man “The Classic Presets” findet.
Der Betreiber, André Duhme, bietet bereits eine kleine Sammlung analoger Emulationen und eine hervorragende Preset-Serie, die die Kodak Kodachrome-Filme darstellen. Mehr zu den Kodachrome-Presets findest Du hier.

Auf André’s Seite gibt es weiterhin die oben genannten Cinestill 50D und Cinestill 800T als Lightroom-Presets unter dem Namen “Classic ECN-2 Lightroom Presets” für momentan schlanke €15,99 käuflich zu erwerben. Mit den zwei Filmemulationen kommen noch eine Menge Einstellungen für Weißabgleich, Kontrast, Körnung, Tonung, etc..

Hier zwei Beispiele zu den Presets, jeweils das Original mit einer automatischen Lightroom-Entwicklung und das 50D, bzw. 800T Preset:

Die Presets sind keine “Immer-drauf-Lösungen” – sie eignen sich nicht immer und allezeit für jedes Foto. Bilder mit viel Licht eignen sich für den 50D; Fotos unter Kunstlicht und “available light” eignen sich besonders für den 800T.
Für mich verleihen sie den Aufnahmen einen speziellen Charakter, den ich persönlich sehr mag.

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Photoshop-Tutorials

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Um Gottes Willen, jetzt kommt doch wohl nicht das billionste Photoshop-Tutorial, das kein Mensch braucht !?!?

Keine Angst, ich gehen nicht unter die Leute, die Tutorials auf YouTube anbieten.
Dennoch lohnt ein Blick dorthin, um unter den Millionen Angeboten “was Echtes” zu finden. Gibt man “Photoshop Tutorial” bei YouTube ein, so wird man erschlagen von Angeboten, in der Mehrzahl versprechen diese, atemberaubende Bilder zu erstellen, aus einem Scarface ein Model zu machen und aus einer Winterlandschaft ein Bild mit Karibikflair zu erstellen.
Da schüttelt man bisweilen den Kopf, was einem da alles geboten wird.

Etwas wirklich brauchbares ist eher rar gesät.
Zu den brauchbaren YouTube-Channels gehört zweifellos “PIXimperfect” von Unmesh Dinda.
Sieht man den Typen zum ersten mal, gewinnt man den Eindruck, ein Maskenbildner aus Bollywood auf Drogenentzug ist hier für das Styling zuständig. Aussehen ist immer eine persönliche Sache, also beiseite damit.
Wenn Unmesh hier etwas erklärt, hat das Hand und Fuß und ist sofort verständlich (alles auf Englisch – also nix für Leute die mental und linguistisch in einer einzigen Volksgemeinschaft gefangen sind).
Es werden auch nicht geheimste Geheimtricks gezeigt (sonst wären sie ja nicht mehr geheim), sondern zuweilen auf ganz simple Sachen, auf die man nie kommt – beispielsweise ein richtiger Farbtonmix bei den Schwarz-Weiß-Einstellungen oder Erhöhung der Sättigung ohne dafür global die Sättigung anzuheben.

Mir gefällt dieser Kanal, er ist sehr praxisnah und äußerst verständlich (wenn man o.g. Barrieren bereit ist, zu überwinden). Es wird nix versprochen, was nicht gehalten wird.
Hier der Link:

https://www.youtube.com/channel/UCMrvLMUITAImCHMOhX88PYQ

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Kodachrome Presets für Lightroom

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Jetzt wird es witzig – es geht darum, den Look der legendären Kodachrome-Filme mit Hilfe von Lightroom-Presets nachzubilden. Was ist daran so komisch?

Zum ersten liebe ich den Look der Kodachrome-Filme. Paul Simon beschreibt den Kodachrome in seinem gleichnamigen Song äußerst treffend:

They give us those nice bright colors
They give us the greens of summers
Makes you think all the world’s a sunny dayPaul Simon

Kodachrome ist die Marke für einen von 1935 bis 2009 produzierten Diafilm des Filmherstellers Kodak. Der Kodachrome-Film war der erste kommerziell erfolgreiche Dreifarbfilm mit einer sehr natürlichen Farbwiedergabe und einer hohen Schärfe und wies ein sehr feines Korn aus. Mit seinen lebendigen Farben hatter er einen wegweisenden Einfluss auf die Entwicklung des Farbfilms. Erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts erreichten die Mitbewerber annähernd das Niveau des Kodachrome.
Viele Berufsfotografen und ambitionierte Hobbyfotografen bevorzugten diesen Film. Der wohl berühmteste Nutzer von Kodachrome-Filmen war der amerikanische Fotograf Steve McCurry, weltberühmt für das Foto eines afghanischen Mädchens auf dem Cover der National Geographics. Steve McCurry war es auch, der die letzte Rolle des Kodachrome 64 verschiessen durfte, bevor die Produktion von Kodak 2009 eingestellt wurde. Hierzu gibt es eine hervorragende Dokumentation auf YouTube:

 

Zum zweiten bin ich äußerst skeptisch, was die Verwendung von Presets zur Entwicklung der Fotos in Lightroom betrifft.
Presets sehen auf den Webseiten der Hersteller immer toll aus; es gibt leuchtende Farben, tiefe Kontraste, verwaschene Retro-Looks und verträumte Hochtzeits-Stile. Auf die eigenen Fotos angewendet, folgt nicht selten eine gewisse Ernüchterung. Zuweilen scheinen die Haare rot, die Kontraste sind so hoch, dass man nur noch schwarz-weiß wahrnimmt, richtiges Retro-Feeling stellt sich ebenfalls nicht ein und auf den Hochzeitsfotos wirken diese wie aus der Werbebroschüre eines Scheidungsanwaltes.
Ist man mit den detaillierten Bearbeitungsmöglichkeiten in Lightroom nicht sonderlich vertraut, richten solche Presets mehr Schaden als Nutzen an, da der Nutzer gar nicht weiß, wo er hier etwas ändern kann, damit das Ergebnis halbwegs ansehnlich ist.
Eine neue Möglichkeit in Lightroom Classic CC ab Version 7.3 ist die Verwendung von LUT’s als Kamera-Profile, womit man einen bestimmten Look “in einem Rutsch” auf das Bild anwenden, bzw. stufenlos beimischen kann. Wie das geht, steht hier: LUT’s in Lightroom.
Ich nutze selbst kaum Presets und wenn, dann fast nur selbst erstellt. Diese dienen hauptsächlich dazu, bestimmte Tonungen (z.B. das berühmt-berüchtigte Orange ‘n’ Teal), eine Vignette oder bestimmte Körnung hinzuzufügen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Kodachrome-Look fällt man über tonnenweise Presets und oder LUT’s im Internet; auch gibt es Tutorials, die einem den ultimativen Kodachrome-Look näherbringen wollen. Die Ergebnisse sind jedoch allesamt äußerst ernüchternd. Auch hier sehen die Beispielfotos toll aus, auf den eigenen Bilden relativiert sich alles wieder.
Auf Empfehlung einiger Fotografen bin ich dann auf eine Seite namens “The Classic Presets” von André Duhme gestossen, der neben vielen “Vintage-Presets” eben auch Emulationen des Kodachrome 25 und Kodachrome 64 anbietet. Diese hören auf den Namen “Classic K14” – K14 beschreibt den Entwicklungsprozess der vorgenannten Kodachrome Filme.
Die Beispielfotos auf André’s Seite fand ich zunächst äußerst ansprechend, insbesondere vom “Feeling” der Bilder – hier scheint jemand nicht einfach nur an den Farbreglern gedreht zu haben.
Ernüchterung mag da beim Preis der Presets aufkommen – gerade mal 6 Presets für €19,99. Das ist quantitativ nicht viel, jedoch reden wir hier über ZWEI Filme, die adaptiert werden.
Angesichts der Qualität der Presets vergißt man den Preis jedoch ganz schnell wieder. Neben den eigentlichen Emulationen gibt es noch weitere Presets, mit denen man beispielsweise den Kontrast, den Weißabgleich, die Verteilung von Licht und Schatten, etc. sehr einfach anpassen kann (wenn man es mit den Lightroom-Reglern nicht selbst machen will). Darüber hinaus kann man den Aufnahmen via Presets noch einen wärmeren oder kälteren Farblook geben.
Das ganze mag zwar auf den ersten Blick nicht so spektakulär wie bei anderen Presets aussehen, doch mir gefällt einfach der Look, der mit den Presets erzeugt wird. Weiterhin “funktionieren” die Presets der beiden Kodachrome-Emulationen einfach auf einem Großteil meiner Fotos. Man sollte dabei auch bedenken, dass man in der analogen Welt auch nicht nur mit ein oder zwei Filmen die ganze Welt fotografiert hat. Einen Kodachrome 25 (mit ISO/ASA 25) wird man nicht für die Milchstrassenfotografie verwenden, warum soll dann ein Presets die Hasen aus dem Hut zaubern?
Ich habe bis dato keine bessere “Kodachrome”-Emulation als die “Classic K14 Lighreoom Presets” im Netz gefunden (sofern man einen Kodachrome überhaupt emulierten kann, das ist wie mit echtem Vinyl-Knistern …). Hier stimmt meiner Ansicht nach das Feeling, was auf den Bildern hervorragend herüberkommt. Übrigens wurde hier mit äußerster Liebe zum Detail gearbeitet, denn neben den Presets gibt es noch spezielle Kameraprofile für viele aktuelle Modelle der “üblichen Verdächtigen” (Canon, Sony, Fuji, Nikon und sogar einige iPhone-Modelle). Alleine diese Tatsache rechtfertigt den Preis abermals.

Insgesamt für einen Preset-Muffel und Kodachrome-Fan wie mich eine klare Empfehlung für die “Classic K14 Lightroom Presets”.
Im Anschluß gibt es noch ein paar vorher/nachher-Fotos mit den Classic K14 Presets:

 

 

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