Karneval im Wald

Karneval im Wald? Kommt jetzt was ganz Abgefahrenes? Ist das Mummenschanz im Grünenl für Öko-Stalinisten?
Nein, es ist nichts von alldem.
Wer, wie ich zu den Karnevlasverweigerern gehört, der sucht sich während der tollen Tage einen Ausweichplatz. Dieser fand sich am Karnevalssonntag in einem ausgedehnten Waldstück zwischen Waldniel und Wegberg nahe der deutsch-niederländischen Grenze. Dieses durchstreiften wir mit Freunden in einer knapp vierstündigen Wanderung, natürlich mit kompletter Fotoausrüstung.
Das Wetter war durchwachsen und um die Mittagszeit ist der Wald eigentlich kein Ort, an dem spektakuläre Bilder entstehen. Außerdem ist die Landschaft flach und ziemlich reizarm.

Doch auch dann hat der Wald immer noch seine Reize, die sich einem jedoch erst erschließen, wenn man mal einen Moment innehält und einfach mal die Umgebung betrachtet. Spätestens dann bemerkt man, dass auch der Wald Karneval feiert. Zwar nicht mit Narhalla-Marsch und Kamellen, dafür aber mit vielen Gesichtern und Figuren.
Was auf der einen Seite nur wie ein abgestorbener Baumstamm aussieht, ist aus einer anderen Perspektive plötzlich “Jabba The Hut”.
Und immer öfter merkt man, dass sich im Wald vielmehr versteckt, als Altholz, Baumstümpfe und loses Geäst.

Winter

Der Himmel ist grau, die Luft ist kalt, die Natur hört Winterschlaf – eigentlich die besten Voraussetzungen, drinnen zu bleiben und vielleicht mal ein wenig die Fotosammlung zu sortieren oder ein paar alte Bilder zu bearbeiten.

Doch im Grunde gibt es keine Wetter, bei dem man nicht fotografieren kann, insbesondere, wenn sich die Wolken öffnen und ein wenig Schnee auf die Erde schicken.
Binnen weniger Minuten legte sich eine Zuckerguss-Schicht aus Schnee über unseren kleinen Garten, was mich befleissigte, dann doch die Kamera zu holen und hinauszugehen. Hier ist es sehr lohnenswert, “ins Detail” zu gehen und ein Makro-Objektiv zu nutzen.
Wenn man, wie ich, kein reines Makro-Objektiv hat, heißt die Lösung “Zwischenringe”. Das sind Ringe, die zwischen Kamera und Objektiv montiert werden und nichts anderes tun, als die Naheinstellgrenze des Objektivs zu verkürzen. Bedingt durch diese Tatsache kann man nun nicht mehr auf unendlich fokussieren.
Diese Zwischenringe kann man in vielen Ausführungen und Preisvarianten erhalten. Meine habe ich bei Amazon für knapp 30 Euro erstanden.

Ich benutze diese Zwischenringe sehr gerne an meiner 50mm und 85mm Festbrennweite. Für mich erübrigt sich somit die Anschaffung eines Makro-Obejktivs. Sogar am 150-600mm Tele-Zoom von Tamron machen die Dinger eine gute Figur.

Neues Teleobjektiv

Was ist eigentlich ein Teleobektiv?
Als Standardteleobjektive gelten Objektive mit einer Brennweite zwischen etwa 135 und 200 mm. Geläufig sind auch 70-300mm Objektive, diese gibt es von diversen Herstellern. Damit läßt sich schon allerhand anstellen.  Doch reicht das? Die Frage stellte ich mir mit meinem 70-300mm Objektiv bei einem Zoo-Besuch.
Hier gilt: Entweder sind die Viecher zu klein oder zu weit weg, im schlimmsten Fall beides. Hier kommt schnell der Wunsch nach etwas mehr Brennweite auf. Für alle, die davon den Kanal jedoch nicht vollkriegen, gibt’s da immer noch ein wenig mehr.  Schaut man sich beispielsweise bei Canon um, dann vergeht einem jedoch schnell die Lust daran – Objektive im Wert eines gut ausgestatteten Kleinwagens sind hier Standard.

Möchte man jedoch ein sexy Objektiv und eine Mörder-Brennweite haben, gleichwohl jedoch trotzdem nicht gleich Haus und Hof verkaufen, kommt man zum Tamron SP 150 – 600mm / 5 – 6,3 Di VC USD.
Quasi so, als ob man in den 70/80er-Jahren Opel gefahren wäre …
Richtig gelesen, satte 600mm Brennweite, das ganze verteilt auf stolze 2 kg Objektiv und käuflich zu erwerben für freundliche €795,- – erneut beim Fotofachhändler meines Vertrauens, Foto Leistenschneider in Krefeld.

Bei den Ausmaßen des Objektives (knapp 11cm Durchmesser und knapp 26  cm Länge im eingefahren Zustand) vermutet man zunächst, dass das Teil der Begierde unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fällt oder dass man einen Waffenschein benötigt oder optional noch Munition dazu kaufen muss. Zudem hat man das Gefühl, nicht das Objektiv an die Kameras schrauben, sondern die Kamera an das Objektiv.
Aber keine Bange, mit dem Teil kann man nur fotografieren und das hervorragend, gleichwohl man nicht geneigt ist, sich bei einer Blende von 5-6,3 vor Begeisterung auf den Rücken zu schmeissen.
Das Objektiv verfügt jedoch über einen ganz hervorragenden Bildstabilisator, bei Tamron VC (Vibration Control) gennant. Bei einer ruhigen Hand gelingen dabei offenblendig auf 600 mm (f6.3) mit 1/160 sec. Belichtungszeit noch scharfe Bilder. Ein weiteres, nettes Feature ist die Einstellung des Autofokus wahlweise auf den vollen Bereich oder auf 15m. Das erspart bei etwas näheren Objekten schon einmal das Hin-un Her des Autofokus auf ein erträgliches Maß. Der Autofokus ist zudem ausreichend schnell, leise und trifft fast immer sein Ziel. Wenn man auf 600mm eine hektische Ameisen fotografiert, sollte man jedoch bisweilen mit Aussetzern rechnen.
Auch hier gilt, dass man mit einer sündhaft teuren Festbrennweite sicherlich noch einen Kick mehr an Auflösung realisieren kann.

Schlußendlich stellt sich die Frage: Wozu brauche ich einen solchen Vorschlaghammer?
Dieses Objektiv ist allein auf Grund des o.g. Gewichtes von knapp 2 kg schon eine Hausnummer und selbst €795,- sind kein Pappenstiel.
Zum Erstellen von Schnappschüssen ist das Teil nicht sonderlich empfehlenswert, ist es doch etwas hinderlich, immer 2kg Objektiv und Kamera herumzuschleppen.
Sinnvoll ist es meines Erachtens vor allen Dingen in der Natur- und Tierfotografie, bei mir Bereiche, die für mich sehr erholsam sind. Einfach an einem See oder einer Waldlichtung sitzen und abwarten, was passiert. Irgendetwas passiert immer, und mit diesem Objektiv gibt es wenig, was einem entgehen könnte.
Im Vergleich zu einem “handelsüblichen” 70-300mm merkt man die 600mm Endbrennweite ganz deutlich.
Es soll auch Leute geben, die gerne unbemerkt weit entfernte Objekte fotografieren, für diese Klientel ist das Objektiv ebenfalls mit den Einschränkungen der Lichtstärke empfehlenswert.

Ein empfehlenswerten Testbericht über das Objektiv findest Du bei Traumflieger.

Anbei eine kleine Galerie mit Fotos, die mit dem Tamron 150-600mm erstellt wurden.

Herbststimmung

Regen, Wolken, Wind – in diesen Tagen zeigt sich der Herbst von seiner typischen Seite. Wo ist die Sonne, wo sind die schönen, kräftigen Farben? Keine Spur …

Wenigstens der Wind hat seine positive Seite, vertreibt er doch die Wolken. Da sollte man jedes noch so kleine “Zeitfenster” nutzen, um typische “Herbstfotos” zu machen. So auch am Donnerstag, da fegte der heftige Wind die Wolken weg und für kurze Zeit zeigte sich die Sonne und tauchte den Stadtwald Krefeld in eine schöne Herbststimmung.

Miniaturfiguren

Bisweilen kommt es vor, dass man überlegt, was man als nächstes fotografieren kann. Zum einen ist der Spätsommer in diesem Jahr nicht wirklich ansehnlich, es ist windig und es regnet oft. Zum anderen mag man auch nicht immer die gleichen Motive anschauen, zumal ein Urlaub bei uns bis dato nicht ansteht.

Also “muss” man sich seine  Motive selbst schaffen. Wir haben in unserem Haushalt eine kleine Sammlung von Miniaturfiguren, die allesamt “dicke Frauen” darstellen. Getreu dem Motto von J.R.Ewing, das da lautet “Die Oper ist nicht zu Ende, bevor die dicke Frau nicht gesungen hat” mussten also unsere kleinen Figuren dran glauben.

Dazu habe ich es ihnen auf unserem Terrassentisch etwas “bequem” gemacht und ein weißes Fell auf den selbigen gelegt, auf dem ich die Damen positionieren konnte.
Und weil das alles noch nicht reicht, haben wir ein paar Figuren am letzten Samstag an den Rhein bei Meerbusch geschleppt, was wir auf Grund der Ausnahmeerscheinung “Sonne” mit einer schönen Radtour kombinierten.

Bei dieser Gelegenheit konnte ich mein neues Canon 85mm-Objektiv gebührend einweihen, es ist wie gemacht dafür. Es ist sehr lichtstark und produziert bei offenen Blenden ein wunderschönes Bokeh.

Hier sieht Ihr einige Aufnahmen der “dicken Frauen”:

Landschaftspark Duisburg-Nord

Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein ca. 180 Hektar großer Landschaftspark rund um ein ehemaliges Hüttenwerk in Duisburg-Meidrich, das im Rahmen der internationalen Bauausstellung Emscher Park von 1989 bis 1999 entstand.

Die britische Zeitung “The Guardian” zählt den Landschaftspark Duisburg-Nord zu den 10 bestens Stadtparks der Welt, in einem Atemzug mit dem High Line (New York), dem Buttes-Chaumont (Paris), dem Hampstead Heath (London) und dem Parque Güell (Barcelona).

Neben den alten Industriegebäuden hat sich eine enorm artenreiche Flora und Fauna entwickelt; es scheint so, als ob sich die Natur ihren Platz zurückerobert.

Illumina 2017 – Parknächte Schloß Dyck

In diesem Jahr findet die alljährliche Illumina in Schloß Dyck unter dem Motto “Parknächte Schloß Dyck” statt.

Was gibt es Schöneres, als in der Dämmerung und in der Dunkelheit durch einen illuminierten Park zu spazieren und dabei selbstverständlich auch zu fotografieren? Der Englische Landschaftsgarten und das Schloß werden mit abwechslungreichen Lichtstimmungen und Sprachkollagen sowie musikalischen Akzenten wieder mit viel Phantasie in Szene gesetzt werden.

Die Veranstaltung wird in diesem Jahr letztmalig unter dem Namen “Illumina” stattfinden. Schon im nächsten Jahr soll es ein neues Lichtevent mit anderen Künstlern, neuem Konzept und neuem Namen geben, avisiert Stiftungsvorstand Jens Spanjer.

Einen Wegeplan zur Illumination gibt es hier als PDF-Datei.

Molenplas

Am Sonntag war wieder ein Wandertag. Das herbstliche August-Wetter wurde etwas sonniger, so dass man es wagen konnte, sich etwas an der frischen Luft zu bewegen.

Wenn uns kein rechtes Ziel einfallen will, bemühen wir zuweilen das Internet. So auch in diesem Fall. Auf der Seite Wasser.Wander.Welt. wurden wir fündig. Dort werden “Premium-Wanderwege” im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden vorgestellt. Enttäuscht worden sind wir dort nie.
Ein Großteil der dort vorgestellen Wanderwege ist ca. 11-15 km lang, was uns jedoch eindeutig zuviel war. So wählten wir mit knapp 5 km den “Molenplas” – den Mühlensee aus. Dieser befindet sich in der Nähe der Ortschaft Stevensweert an der Autobahn zwischen Roermond und Maastricht.

An der Hompeschen Mühle, einer alten Mühle zwischen Stevensweert und Ohé en Laak beginnt der Wanderweg. Dieser befindet sich komplett auf einer Insel, die von zwei Maasarmen umschlossen wird.

Zunächst waren wir äußerst ernüchtert, da man außer einem platten Seen, der fast komplett von Oberleitungsmasten umschlossen schien, nichts weiter gesehen hat. Na Bravo, … und ich habe wieder meine komplette Kameraausrüstung mitgeschleppt. Es erweckte den Anschein, dass außer ein paar Weitwinkel-Aufnahmen nichts zu holen wäre.

Doch man soll den Tag nie vor dem Abend, bzw. vor dem Ende der Wanderung loben. Es kommt immer anders, als man denkt. Der Weg führt mit einer ausgeprägten Ufervegetation am Deich des Juliana-Kanals entlang, bis man zwischen zwei Seen hindurch das Wasser überqueren muss. Wer denkt, hier über eine kommode Brücke zu schlendern, wird enttäuscht sein. Es handelt sich um Trittsteine aus Findlingen aus der Maas. Spätestens hier empfiehlt sich festes und wasserfestes Schuhwerk, es besteht Rutschgefahr. Durch eine üppige Pflanzenwelt gelangt man wieder zurück zum Ausgangspunkt, der Hompeschen Mühle, die auch ein kleines Restaurant beherbergt. Die “Dame Blanche” – Vanilleeis mit Schlagsahne und heißer Schokoladensauce  ist eine Empfehlung und nach dieser Wanderung durchaus angebracht.

Die knapp fünf Kilometer können nämlich sehr lang werden. Natürlich kann man im Stechschritt über die Wanderwege marschieren, dann ist die Wanderung tatsächlich in einer Stunde abgehakt. Geht man jedoch abseits der Wege, entdeckt man ein wahres Naturparadies mit seltenen Pflanzen und Tieren. Nur Frösche haben wir nicht gesehen, aber dafür quaken gehört. Wahrscheinlich wollten sie sonntags nicht fotografiert werden.

Tiefenenstpanntes Galloway-Rind und tiefenenstpannter Fotograf …

Das Mitschleifen der Fotoausrüstung hat sich gelohnt, nur das eingangs erwähnte Weitwinkelobjektiv fand keinen Einsatz. Zu interessant waren die kleinen Details entlang des Weges. Nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere gab es zu sehen. Enten, Schwäne und Fischreiher ohne Ende. Am Ufer des Sees weidete sogar eine Herde Galloway-Rinder, die absolut tiefenentspannt waren und sich ausgiebig von allen Seiten fotografieren ließen.

Konik-Pferd verteidigt sein Revier

Nicht ganz so entspannt war ein wild weidendes Konik-Pferd, das ziemlich eindringlich sein Revier verteidigte und mich das deutlich spüren ließ. Ein kleiner Rempler und ein kurzer Biss haben mir dann verdeutlicht, dass ich doch besser aus sicherer Entfernung das Teleobjektiv benutzen soll.

Man soll sich nie vom ersten Eindruck leiten lassen, dieser Wanderweg ist ein El-Dorado für Naturfotografen. Man kann dort eine ganzen Tag zubringen, ohne das der Hauch von Langeweile aufkommt. Wir waren mit Sicherheit nicht zum letzten Mal dort, noch interessanter scheint mir der See am frühen morgen oder am späten Abend bei Sonnenuntergang zu sein. Zweifelsohne ein nächstes Ziel …

Hier gibt es ein paar Impressionen rund um den wunderbaren Molenplas:

 

Krefelder Zoo-Nacht

Exklusive Fotoveranstaltung im Krefelder Zoo nach Beendigung der offiziellen Öffnungszeiten, veranstaltet von Foto Leistenschneider in Krefeld.

Unterstützt wird die Veranstaltung von Canon, Nikon, Fujifilm und Sony, Ihr könnt dort deren Equipment (Objektive, Stative) testen.
Es wird drei Führungen mit je einem Mitarbeiter des Zoos, sowie einem Fotoexperten von Leistenschneider geben.

Details auf der Homepage von Foto Leistenscheider.