LUTs in Photoshop erstellen

ARD, ZDF, C&A
BRD, DDR und USA
BSE, HIV und DRK
GbR, GmbH, ihr könnt mich malDie Fantastischen Vier

Diese und andere Abkürzungen haben uns vor etlichen Jahren die Fantastischen Vier näher gebracht, doch was in aller Welt ist ein LUT?
Es ist die Abkürzung für “Look-up Table”. Diese werden hauptsächlich im Film- und Video-Bereich eingesetzt, um einen bestimmten Filmlook zu erzeugen, beispielsweise der grünliche Look in der “Matrix”-Trilogie. Diese Farblooks lassen sich auch in der Fotografie einsetzen, um den Farblook eines Bildes zu ändern. Seit Photoshop CC2016 lassen sich diese Look-up Tabellen auch dort benutzen. Das funktioniert über eine Einstellungsebene, die als solche in verschiedenen Modi und Stärke auf das Bild angewendet werden können. Die Möglichkeiten sind hier also grenzenlos.

In Photoshop kann man nun aber auch eigene Look-up Tabellen erstellen und diese als Vorlage für die eigenen Bilder oder Fotos verwenden. Das erspart zuweilen das individuelle Bearbeiten einzelner Bilder.
Was tun diese Look-up Tabellen nun für uns?

An einem einfachen Beispiel möchte ich demonstrieren, wie man mit ein paar Ebenen einen Vintage-Look einstellt und daraus eine Look-up Tabelle, ein LUT erstellt und einfach auf eine Reihe von Bildern anwenden kann.
Was verstehen wir nun unter einem “Vintage-Look”?
Unsere Fotos sollen ein wenig “auf alt” getrimmt werden, so wie es Instagram mit seinen diversen Filtern anbietet. Alte Aufnahmen haben einen verwaschenen, kontrastarmen Look, in denen die Blautöne auffällig milchig sind.

Lange Rede, kurzer Sinn, … auf geht es an die Arbeit.
Als Beispiel habe ich ein Foto eines alten Automobils, aufgenommen bei den diesjährigen Classic Days auf Schloß Dyck ausgewählt. Um Look-Up Tabellen zu erstellen, darf nur mit Einstellungsebenen gearbeitet werden. Filter haben beispielsweise keinen Einfluss beim Erstellen einer solchen Tabelle. LUT’s enthalten ausschließlich Informationen zu Farbe, Kontrast und Helligkeit eines Bildes.

Zunächst öffnen wir dieses Bild in Photoshop. Wichtig ist, dass es im Status “Hintergrund” bleibt, was in der Ebenenpalette durch das Schloss neben der Miniaturansicht des Fotos dargestellt wird.

 

Als erstes erstellen wir eine neue Schwarz-weiß Ebene, in etwa mit den hier gezeigten Einstellungen, um den Kontrast etwas zu erhöhen. Moment mal, war nicht vorhin von einem kontrastarmen Bild die Rede? Natürlich, diese Kontraste werden mit den folgenden Ebenen wieder etwas zurückgenommen.  Hier werden insbesondere die Farben blau und cyan verstärkt. Diese Ebene wird im Modus Weiches Licht übergeblendet. 

Anschließend bearbeiten wir die Blautöne mit der Einstellungsebene Selektive  Farbkorrektur. Dazu wird cyan und gelb verstärkt und magenta komplett herausgenommen. Als ungefährer Anhalt dient wiederum der Screenshot. Der Mischmodus der Ebene verbleibt im Zustand Normal.

Im folgenden Schritt wird das Foto eingefärbt, um einen etwas gelblichen Look zu erhalten. Das Werkzeug der Wahl ist hier die Ebene Verlaufsumsetzung. Mit der Verlaufsumsetzungsebene wird den Farben einer bestimmten Verlaufsfüllung der entsprechende Graustufenbereich eines Bildes zugeordnet. Bei einer zweifarbigen Verlaufsfüllung wie in unserem Beispiel werden der linken Endpunktfarbe der Füllung die Tiefen zugeordnet, der rechten Endpunktfarbe die Lichter und den Abstufungen dazwischen die Mitteltöne.
Ein Doppelklick auf die Vorschau des Farbverlaufes bringt und in das Menu Verläufe bearbeiten; wir wählen einen Verlauf von magenta nach grün aus.  Auch diese Ebene wird im Modus Weiches Licht übergeblendet. Ratsam ist es, hier die Kompvlementärfarben auszuwählen. Das kann man ganz leicht auf color.adobe.com einstellen. Die “Color-Harmonie” muss dazu einfach auf Komplementärfarben umgestellt werden. Je nach Stärke des Effektes, die in hohem Male vom Ausgangsbild abhängig ist, verringern wir gegebenenfalls die Ebenendeckkraft.

Um das Bild nun, wie versprochen, etwas kontrastärmer zu bekommen und den Vintage-Look zu verstärken, fügen wir als nächste Ebene eine Farbfläche mit einem hellen blau hinzu. Übergeblendet wird die Ebene nun im Modus Ausschluss. Dieser sorgt dafür, dass die dunklen Stellen im Bild in der angewählten Farbe eingefärbt werden und die hellen Stellen in der Komplementärfarbe, in diesem Fall einem dunklen Orange, der in bräunliche geht. Auf den ersten Blick wirkt das Bild nun sehr surrealistisch, daher ändern wir die Ebenendeckkraft auf ca. 25%.

Nun wirkt das Bild leider noch etwas “dumpf”; aus diesem Grund bringen wir etwas Kontrast in das Bild zurück, ebenfalls mit einer Schwarz-weiß Ebene, in der wir wiederum blau und cyan verstärken. Diese Ebene wird ebenfalls im Modus Weiches Licht übergeblendet.

Am Ende der Bearbeitung bearbeiten wir noch etwas den Kontrastumfang des Bildes, um es “analog” aussehen zu lassen. Das bewerkstelligen wir mit einer Tonwertkurve, in der wir den Tonwertumfang in den Tiefen auf einen Wert von ca.35 und in den Lichtern auf ca. 245 stellen. Diese Ebene belassen wir wieder im Modus Normal.

Die Werte, die in den einzelnen Ebenen eigegeben wurden, sind kein Credo, man kann uns sollte diese nach eigenen Vorlieben gestalten. Sie stellen lediglich ein Richtwert dar.

Hier ein Vergleich vom unbearbeitetem zum bearbeitetem Bild mit den zuvor beschriebenen “Vintage”-Einstellungen

 

Der abschließende Schritt ist nun aus diesen Einstellungen heraus eine sogenannte Look-up Tabelle zu erstellen. Dazu werden alle Einstellungsebenen markiert. Im Menu Datei > Exportieren > Color Lookup-Tabellen finden wir die Einstellungen zum Export mit den gezeigten Einstellungen. In der Beschreibung können wir dieser Look-up Tabelle nun einen eindeutigen Namen geben und im Copyright unseren Namen eingeben. In der Auswahl Qualität wähle ich immer 128 Rasterpunkte aus. Mit Bestätigen des OK-Schalters können wir unsere soeben erstellte Look-up Tabelle nun auf der Festplatte speichern. Da es vielfältige Möglichkeiten zum Einsatz von LUT’s gibt, werden hier mehrere Formate zum Speichern angeboten. Für den Einsatz in Photoshop ist im Grunde nur das Format 3DL nötig.

Diese Look-up Tabelle lässt sich nun auf jedes beliebige Foto anwenden; die so erstellte LUT-Datei kann man auch in Videoschnitt-Programmen wie Final Cut Pro X oder Adobe Premiere verwenden, um dem Film einen bestimmten Farblook zu geben.
Der Import in Photoshop erfolgt über das Menu Ebene > Neue Einstellungsebene > Color Lookup … .

Da der Effekt nun nicht in jedem Bild gleich aussieht, kann man über die Ebendendeckkraft der Color Lookup-Ebene die Wirkung des Color-Grading steuern. Auf ein anderes Bild angewandt, habe ich hier die Ebenendeckkraft auf 65% verringert, um den Look nicht zu extrem aussehen zu lassen.

 

Ich hoffe, dass dieses kleine Tutorial hilfreich für Dich war und wünsche Dir viel Spaß beim Erstellen Deiner eigenen LUT’s!

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Orton-Effekt in Lightroom

Wie verleiht man den eigenen Aufnahmen einen glühenden, märchenhaften Look in Lightroom, ohne dabei auf externe Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop ausweichen zu müssen?

Die Rede ist hier von dem sogenannten “Orton-Effekt”, benannt nach dessen Erfinder, dem Fotografen Michael Orton. In der analogen Welt handelt es sich hier um eine Aufnahmetechnik, in der ein scharfes Bild mit 2 Stufen Überbelichtung und ein unscharfes Bild mit 1 Stufe Überbelichtung aufgenommen und übereinandergelegt werden. Die Aufnahme ist in aller Regel nur mit einem Stativ möglich.

In einem Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop ist der Effekt relativ simpel über mehrere Ebenen und Weichzeichnungsfilter zu realisieren.
Doch in Lightroom haben wir diese Ebenen nicht zur Verfügung.

Machbar ist dieser Effekt jedoch mit dem Verlaufsfilter in Lightroom. Das ganze läßt sich als Vorgabe speichern und so bequem auf jedes ausgewählte Bild übertragen.

Als erstes wählen wir das Lineare Verlaufswerkzeug aus. Dieses wird mit gehaltener Shift-Taste von ganz unten nach ganz oben gezogen und anschließend wird der Mittelpunkt ganz nach oben gezogen. Als Hilfestellung lassen wir uns der markierten Bereich anzeigen – dieser färbt das Bild nun komplett orange ein. Das bedeutet, dass sich der Maskierungseffekt nun auf das komplette Bild auswirkt. Wir haben somit den Verlauf etwas zweckentfremdet. Zur weiteren Bearbeitung nutzen wir folgende Einstellungen im Menu des Linearen Verlaufsfilters:

  • Klarheit: -100
  • Schärfe: -45

Die restlichen Parameter werden nicht verändert.

Anschließend setzen wir einen neuen Linearen Verlaufsfilter über das Bild, bei dem wir genau so vorgehen, wie im vorangegangenen Schritt. Die Einstellungen sind hier jedoch anders:

  • Belichtung: +0,15
  • Kontrast: +80
  • Klarheit: -9
  • Sättigung: +20

Zum Abschluss kann man dem Bild noch eine Vignette und etwas Bildrauschen hinzufügen, das machen wir im Reiter “Effekte” mit folgenden Einstellungen:

Am Ende kann man das Bild dann in allen Parametern feineinstellen.
So sieht das Ganze dann am Ende aus:

 

Lightroom-Vorgabe zum Download:
Download Now

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Luminar 2018

Für eine Reihe von Fotografen, gleich, ob im Profi- oder Hobbysegment, ist Adobe Lightroom das Werkzeug der Wahl, um Fotos zu entwickeln und zu verwalten und das alles unter einer Oberfläche.
Insbesondere nach dem Update im Jahr 2017 hat man nun die Möglichkeit, seine komplette Fotosammlung in der Cloud zu speichern und von überall darauf zuzugreifen.

Adobe macht es dem Nutzer jedoch etwas kompliziert; für eine komplette Cloud-Anbindung muß man Lightroom CC, mit großen Funktionseinbußen, benutzen. Der Vorteil ist, dass alle Fotos unmittelbar in die Cloud umziehen.
Wer nicht auf die gewohnten, mächtigen Tools zu Entwicklung und insbesondere der Fotoverwaltung verzichten will, der nutzt weiterhin das „alte“ Lightroom, welches auf auf den Namen Lightroom Classic CC hört.
Der Cloud-Zugriff ist hier allerdings beschränkt; man kann lediglich Sammlungen mit der Cloud synchronisieren.
Hat man die Fotos auf der Festplatte, auf der die Originalfotos liegen, synchronisiert Lightroom Classic CC lediglich Smart-Vorschauen und keine Originale.
Dazu habe ich mir meinen eigenen Workflow aufgebaut.

Das größte Manko für viele Benutzer scheint jedoch der „Abo-Zwang“ von Adobe zu sein; Lightroom sowie Photoshop gibt es ausschließlich als „Miet-Software“ – Kaufversionen werden nicht mehr angeboten.
Ich sehe den Vorteil darin, dass man so immer die aktuellste Software auf dem Rechner hat.

In diese Lücke versucht Skylum-Software mit dem Produkt Luminar 2018 zu stoßen. Das Programm ist für einmalige €69,- online erhältlich, weitere Kosten fallen zunächst nicht an. Wer, wie ich, noch die alte Luminar-Version besitzt, kann gar für €49,- aufrüsten.

Skylum rührt für das Produkt heftigst die Werbetrommel und stellt Luminar 2018 als die Lightroom-Alternative dar.
Ist sie das auch?
Die Liste der Funktionen ist beeindruckend und geht teilweise weit darüber hinaus, was Adobe in Lightroom anbietet, freilich jedoch nur, was die Bearbeitung angeht. Über ein Bildverwaltungs-Modul verfügt Luminar 2018 bis dato noch nicht, wenngleich es für 2018 in Aussicht gestellt wurde.
Für den Preis, den Skylum für Luminar anbietet, kann man zunächst nicht viel falsch machen.
Nach dem völlig stressfreien Bestellvorgang landet die Software auf dem Rechner des Benutzers. Auf dem Mac geht die Installation wie gewöhnlich kinderleicht, zur Windows-Version kann ich leider nichts sagen.
Nach der Installation ist lediglich der Aktivierungscode einzugeben und schon kann man mit dem Programm arbeiten.

Was zunächst auffällt ist die schiere Auswahl der Filter, die Lightroom nicht bietet und die Möglichkeit, wie in Photoshop, mit Ebenen zu arbeiten. Für einen Großteil der Nutzer entfällt meiner Ansicht somit auch die Verwendung von Photoshop.
Jede Lightroom-Funktion zur Entwicklung von Fotos findet ihr Pendant in Luminar 2018, teilweise sind die Menus zum verwechseln ähnlich angeordnet. Mein erster Eindruck ist jedoch, dass die Regler in Lightroom feiner einzustellen sind, aber das ist sicherliche eine Sache der Gewohnheit.
In Bezug auf die Entwicklung von Fotos kommt man hier genau so schnell zum Ziel, wie in Lightroom.

Luminar 2018 läßt sich übrigens als Plug-In in Lightroom Classic CC einbinden, so dass man hier nur noch die Bilder verwalten muß und in Luminar entwickeln kann. Mehr dazu, wie sich Luminar hier verhält, weiter unten.
Für einen ersten Test habe ich mir eine Aufnahme aus meinem Lightroom-Katalog herausgesucht. Um dieses in Luminar zu entwickeln, geht man auf Datei -> Zusatzmoduloptionen -> zu Luminar 2018 transferieren. Darauf hin öffnet sich Luminar 2018 und man kann mit der Bearbeitung beginnen. Wer Lightroom kennt, wird sich hier heimisch fühlen, insbesondere, wenn man den Arbeitsbereich „Professionel“ öffnet. Vieles erinnert hier an Lightroom.
Die erste Begeisterung kam beim „Accent AI Filter“ auf. Dieser soll das Bild auf Grund künstlicher Intelligenz optimieren, was in der Tat auch beeindruckend funktioniert, wenn man diesen Regler nicht sofort bis zum Anschlag aufdreht.

Nach den grundlegenden Einstellungen war es an der Zeit, etwas tiefer in die Software einzutauchen und die Funktionen zu nutzen, die Lightroom nicht bietet, beispielsweise die Grünverbesserung, eine Crossprocess-Entwicklung, oder den Orton-Effekt. Möchte man den Himmel verstärken, legt man sich einfach eine neue Ebene an und setzt den Polfilter darauf. Alle Bereiche außer den Himmel kann sehr schnell und unkompliziert ausmaskieren. Dieser Vorgang geht jedoch in Lightroom ebenso einfach.
Auf Grund der vielfältigen Filter benötigt man in der Regel keine zusätzlichen Filter, wie beispielsweise die DxO NIK-Collection. Diese lassen sich jedoch auch problemlos in Luminar 2018 einbinden, so dass man sich hier seine Werkezugpalette nach Bedarf anpassen kann.

Bei so vielen positiven Eindrücken gibt es jedoch auch negative Punkte. Den größten Nachteil dieses Produktes sehe ich in erster Linie in dem fehlenden Bildverwaltungsmodul und vor allen Dingen in der Arbeitsgeschwindigkeit des Programmes.
Die neben der Grundbearbeitung verwendeten Funktionen wie Filter und/oder Ebenen haben das Programm deutlich verlangsamt, insbesondere, wenn man abschließende die fertige Bearbeitung schärfen und das Rauschen entfernen möchte. Weiterhin halte ich diese beiden Parameter für nicht so effektiv wie in Lightroom. Auch das Generieren von Vorschauen für bestimmte Effekte (LUT’s, Crossprocessing) gerät bisweilen zur Tortur; die Vorschauen bauen sich nur äußerst zögerlich auf. Bei anderen Effekten wie DxO NIK-Collection oder DxO Filmpack ist die Geschwindigkeit beim Aufbauen der Vorschauen deutlich höher und die Programme laufen weitaus flüssiger.
Auf Grund der fehlenden Bildverwaltung kann man immer nur ein Bild bearbeiten und dieses jeweils in ein anderes Format speichern (.jpg, .tiff, etc.) oder auf einem sozialen Netzwerk teilen. Eine Funktion für mehrere Bilder ist hier nicht vorgesehen.

Hat man ein Foto bearbeitet, so kann man dieses im eigenen Luminar-Format auf der Festplatte speichern.
Aus einem 36,6 MB RAW-Foto wird eine 11,2 MB große .lmnr-Datei. Beide Dateien existieren nebeneinander auf der Festplatte.
In Zeiten immer mehr schrumpfender Festplattenpreise ist das auf den ersten Blick kein K.O.-Kriterium. Mein Lightroom-Katalog hat eine Größe von knapp 650 GB – da kann man jedoch schnell ausrechnen, um wieviel größer der Festplattenbedarf wird, wenn man Luminar benutzt. Lightroom speichert diese Änderungen in einer sogenannten “Sidecar”-Datei mit der Endung .xmp, die in diesem Fall nur 12 KB klein ist. Diese “Sidecar”-Dateien haben zudem den Vorteil, dass man die in Lightroom durchgeführten Änderungen auch in anderen RAW-Konvertern sehen kann, wie beispielsweise DxO Photo Lab.

In der Disziplin Geschwindigkeit ist Lightroom, sowohl in der CC-Variante als auch in der Classic-Variante, dem Produkt von Skylum um Meilen voraus. So praktisch es ist, eine komplette Bildbearbeitung, nicht nur Entwicklung, in Luminar durchzuführen so hinderlicher ist die mangelnde Geschwindigkeit des Programmes.
Skylum gibt als Mindestvoraussetzungen für einen Mac einen Intel 64-bit Core2Duo und 8GB RAM an; ich halte diese Aussage für nicht gerechtfertigt.
Mein iMac late 2015 mit einem 3,3 GHz Intel Core i5 und 8GB DDR3-RAM ging bei extensivem Einsatz diverser Filter und Masken schon heftig in die Knie, so dass minutenlang keine Reaktion erfolgt. Dieses Phänomen ist weder bei Lightroom noch bei Photoshop zu beobachten, wenn auch meine 8GB RAM-Ausstattung zuweilen ihren Tribut zollen, jedoch nie in einem”Einfrieren” des Programmes oder der gesamten Benutzeroberfläche.

Ein weiterer, gravierender Nachteil tritt zu Tage, wenn man aus Lightroom heraus Luminar als Plug-In nutzt, um Fotos zu bearbeiten. Zur Bearbeitung akzeptiert Luminar die Formate .psd, .tiff und .jpg.
Wählt man .psd oder .tiff und bearbeitet darin das Bild, werden bei der Speicherung in Lightroom sämtliche Metadaten aus dem Bild entfernt! Danach ist keine Sortierung in Lightroom, beispielsweise nach Aufnahmedatum, Kamera- oder Objektivtyp mehr möglich. Lediglich bei der Bearbeitung im .jpg-Format bleiben sämtliche Metadaten erhalten. Um die Metadaten des betreffenden Bildes zu erhalten, kann man sich damit behelfen, das Bild vor der Bearbeitung in Photoshop zu exportieren und Luminar von dort als Plug-In in die Bearbeitung einbinden. Für professionelle Anwender ist das in meinen Augen ein absolutes K.O.-Kriterium!

Aus diesen Gründen stellt Luminar 2018 für mich derzeit keine echte Alternative zu Lightroom dar, insbesondere auf Grund der Cloud-Anbindung. Nicht zu unterschätzen ist gerade für Fotografen, die selten Bilder entwickeln und bearbeiten möchten, die Preisgestaltung. Hier hat Luminar 2018 eindeutig die Nase vorn, wobei es jedoch abzuwarten bleibt, wie Skylum sich hier bei künftigen Updates verhalten wird. Diesbezüglich ist man bei Adobe auf der sicheren Seite.

Luminar will mehr können als Lightroom und Photoshop für einige Anwender obsolet machen. Die Ansätze, die das Programm bietet, sind hervorragend, so mancher Lightroom-Anwender würde sich über zusätzliche Filter und echte Ebenen freuen.
Die fehlende Bildverwaltung, das unprofessionelle Plug-In-Handling und die langsame Arbeitsgeschwindigkeit sind jedoch Punkte, mit denen Skylum noch in die Liga für ambitionierte Hobbyanwender und/oder professionellen Anwendern aufschliessen muss.

Luminar auf der Homepage von Skylum

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Classic Days 2018

Wie gewohnt, gehen am ersten Augustwochenende des Jahres die Classic Days am Schloß Dyck als buntes Oldtimer- und Motorenfestival an den Start.
Bereits der Freitag ist ein beliebter Tag; es findet der Check-In der Fahrzeuge statt und der Rennbetrieb ruht bis zum Samstag. So bleibt genügend Gelegenheit, die ankommenden Fahrzeuge zu bestaunen und auch das ein oder andere Gespräch mit Ausstellern und Teilnehmern der Classic Days zu führen. Selbstredend natürlich auch ein großer Tag zum Fotografieren, da die Fahrzeuge teilweise durch das Check-In Procedere noch in Bewegung sind und es sich keine unerträglichen Menschenmassen herum bewegen. Man bewegt sich durch verschiedenste Automobilschichten wie in einem vielfältigen zoologischen Garten. Einfach großartig!
Eine besondere Attraktion in diesem Jahr war das American La France Treffen 2018, bei dem man nicht nur sehen, sondern vor allen Dingen auch hören und riechen konnte, zu was Motoren in der Güte von 5,9 bis 14 Liter Hubraum in der Lage sind.

Am Samstag und Sonntag sind die traditionellen Renntage bei den Classic Days, in diesem Jahr unter anderem mit den Legenden Jochen Maas und Arturo Merzario. Hier kann man die “Racing Legends” im Einsatz bestaunen.

In diesem Jahr waren es auf Grund des tollen Sommerwetters auch mit Abstand die heißesten Classic Days. Der traurigste Gast war wohl der Brite Chris Williams, der mit seinem Packard-Bentley nicht auf die Rennstrecke durfte, da es sich bei dem Fahrzeug um einen “Feuerspucker” handelt.
Zu groß war die Gefahr, das die zur Streckensicherung eingesetzten Strohballen Feuer fangen könnten und so die ausgetrockneten Rasenflächen auf dem Schloßgelände in Brand gesetzt hätten. Zudem waren auf dem Festivalgelände auf Grund der Witterung erstmals Rauchen und Grillen untersagt. Viele Hydranten wurden zudem als Trinkwasserspender umfunktioniert, um den Besuchern das Verweilen bei den Classic Days etwas erträglicher zu machen.
Am Samstagnachmittag durfte Chris Williams dennoch mit seinem “Mavis” auf die Rennstrecke.

Zum Abschluss und als Höhepunkt darf der Besuch der „Jewels in the Park“ nicht fehlen. Dort finden sich versunkene Marken wie Delhaye, exotische Modelle wie der DKW Monza oder Ferrari-Modelle im Millionen-Euro-Bereich.

Anbei ein paar fotografische Eindrücke der diesjährigen Classic Days:

 

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