DxO NIK-Collection

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Der heutige Software-Tipp, die NIK-Collection, ist ein alter Bekannter unter den Photoshop- und Lightroom Filtern. Die Plug-Ins haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Anfangs kostenpflichtig, wurde die NIK-Softwareschmiede 2012 von Google übernommen und zunächst kostenpflichtig  weitergeführt. Wenig später wurden diese gratis vertrieben und die Entwicklung wurde eingestellt.
Im Jahr 2017 übernahm die französische Firma DxO die Plug-Ins. Damit endete auch der Gratis-Vertrieb der Plug-Ins.
DxO passte die Plug-Ins an die aktuellen Computer-Betriebssysteme und Bildbearbeitungsprogrammme (Lightroom CC Classic, Photoshop CC, Affinity Photo) an, fügte einen viersprachigen Support hinzu (darunter deutsch) und vertreibt diese Plug-Ins nun auf ihrer Homepage für €69,-. Darüber hinaus stellt DxO in Aussicht, dass die Software weiterentwickelt wird.

Ich nutze seit einigen Jahren die kostenlose Google-Version auf meinen Macs. Im Laufe der Zeit schlichen sich jedoch Performance-Probleme ein, die teilweise zum Absturz der Plug-Ins führten und so die vorangegangene Arbeit zunichte machten. Deshalb entschloß ich mich, das Einführungsangebot der Firma DxO anzunehmen und die Plug-Ins für €49,- zu erwerben.
Zunächst folgte eine Ernüchterung, denn am Erscheinungsbild hat sich überhaupt nichts geändert. Die Stabilität und Performance auf meinen Macs hat sich jedoch deutlich erhöht; bis dato konnte ich keinen Absturz verzeichnen.

Was kann die DxO NIK-Collection nun und lohnt sich die Investition?
Zunächst einmal die Plug-Ins im einzelnen:

Analog Efex ProColor Efex ProDfineHDR Efex ProSharpener ProSilver Efex ProViveza
Mit diesem Filter wird der typische Look verschiedener Analogfilme simuliert. Man kann beispielsweise aus verschiedenen Filmtypen auswählen, Kratzer und Fotoplatten hinzufügen, sogar Mehfachbelichtungen sind möglich.
Neben Filtern für Farbkorrekturen bietet dieses Plug-In Möglichkeiten zur Retusche und kreative Effekte wie Cross-Processing und Infrarotfilme.
Unter Berücksichtigung der Besonderheiten jeder Kamera reduziert Dfine das Bildrauschen.
Wie der Name es vermuten lässt, ist HDR Efex Pro der Spezialist für HDR-Bilder. Mit verschiedenen Voreinstellungen lassen sich die unterschiedlichsten Effekte erzielen.
Das Plugin vereinfacht das Schärfen von Bildern. Es gibt zwei Module, den RAW-Presharpener, den man vor der Bearbeitung anwenden sollte und den Output-Sharpener, der am Ende jeder Bearbeitung mit der Software stehen sollte
Der Spezialist für Schwarzweiß-Aufnahmen orientiert sich von der Arbeitsweise an Dunkelkammer-Korrekturen und bietet dazu eine Vielzahl an Emulationen alter Schwarz-weiß Filme an.
Für globale und lokale Anpassungen der Farbe und Tonalität ist diese Plug-In zuständig.

Besonders beliebt in der Nik Collection ist die Arbeit mit Kontrollpunkten. Bei diesen Kontrollpunkten kann man mit wenigen Klicks verschiedene Einstellung an ähnlichen Bereichen im Bild  verändern. Dazu zählen zum Beispiel Helligkeit, Kontrast, Weißabgleich, oder gar Farbveränderungen mittels RGB Slider. Das spart bei der Bearbeitung Zeit, da man komplett ohne Masken, bzw. Maskierungen auskommt.

Natürlich kann man all diese Dinge auch in Photoshop manuell erledigen. In der NIK-Collection kann man vorgefertigte Presets und Stile auswählen und diese entweder auf das komplette Bild oder mittels der Kontrollpunkte auf einzelne Bildbereiche anwenden. Der große Vorteil ist, dass der Anwender sich nicht mit Masken, bzw. Maskierungen in Photoshop beschäftigen muss. Das ist nicht nur für Einsteiger sinnvoll, sondern auch für fortgeschrittene  Anwender. Setzt man die Filter sinnvoll und mit Bedacht ein, kommt man hier sehr schnell zu hervorragenden Ergenissen. Insbesondere das Modul „Color Efex Pro“ bietet hier reichhaltige Möglichkeiten. Mit wenigen Einstellungen kann man damit einiges aus (auch in Lightroom entwickelten Fotos) herausholen. Im Bild unten siehst Du eine vorher/nachher Bearbeitung  it der DxO  NIK-Collection.

Die Bearbeitung sollte nach Möglichkeit immer subtil erfolgen. Schnell gerät man hier in Versuchung, das Bild zu „verschlimmbessern“.

Zurück zur Ausgangsfrage, ob sich die kostenpflichtige Version von DxO lohnt. Ich denke, es lohnt sich alleine schon aus oben genannten Performanceverbesserungen und der Tatsache, dass der Quellcode neu geschrieben wurde, um die Software auch auf aktuellen Systemen (Win/Mac) und mit den aktuellen Versionen der beliebtesten Bildbearbeitungsprogramme zu nutzen, allen voran Affinity Photo, das für immer mehr Anwender zur Alternative des nur noch im Abo erhältlichen Photoshop entwickelt.
€69,- sind dafür meines Erachtens nach nicht Zuviel verlangt, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass diese Plug-In Sammlung vor einigen Jahren noch knapp €500,- gekostet hat.  Ich benutze sowohl in Lightroom als auch in Photoshop kaum Filter oder Presets, doch die DxO NIK-Collection gehört nach wie vor zu meinen Favoriten.

Homepage der DxO NIK-Collection

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