Ludwig Mies van der Rohe in Krefeld

Ludwig Mies van der Rohe
Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969)

Ludwig Mies van der Rohe (*1886 in Aachen +1969 in Chicago) gilt als einer der bedeutendsten Architekten der Modern, der mit den Mitteln der technischen Zivilisation diese architektonisch ordnen und repräsentieren wollte.

Mies van der Rohe gehört – neben Walter Gropius und Le Corbusier – zu den Begründern der Modernen Architektur. In den Jahren 1928/1929 schuf er für die Weltausstellung Barcelona den Deutschen Pavillon und etablierte damit sein Konzept des “fließenden Raums“. Es beruhte auf der Idee eines offenen Grundrisses, bei dem die Wände aus ihren tragenden Funktionen gelöst wurden. Von 1930 bis 1932 war er Direktor des Bauhaus in Dessau, welches 1932 vom natinalsozialistischen Stadtrat der Stadt geschlossen wurde.
Im Jahr 1937 wurde er gedrängt, die Preussische Akademie der Künste zu verlassen und siedelte 1938 in die USA um und wurde amerikanischer Staatsbürger. In Deutschland wurde er zuletzt 1968, ein Jahr vor seinem Tod aktiv. Dort entwarf er die Neue Nationalgalerie in Berlin.

Auch in Krefeld hat der gebürtige Aachener Mies van der Rohe seine Spuren hinterlassen. Er schuf Gebäude der Vereinigten Seidenwebereien (Vereidag) und die Häuser Lange und Esters.
Zweimal beauftragt die Verseidag Ludwig Mies van der Rohe: Ende 1930 wurde er zur Planung eines Büro- und Lagergebäudes mit Shedhalle hinzugezogen, 1937 erhielt er den Auftrag, das Büro und das Versandhaus zu entwerfen.
Die heute als Museen Haus Lange und Haus Esters bekannten Villen wurden 1927 von den Gründern der Vereinigten Seidenwebereien AG Hermann Lange (1874–1942) und Josef Esters (1886–1969) in Auftrag gegeben und 1930 fertiggestellt.

Hier einige Impressionen seiner Werke in Krefeld:

 

Hier befinden sich die einzelnen Objekte:

Vereidag:
Haus Lange/Haus Esters:

Schnappschüsse

Ein grosse Passion von Isi, meiner besseren Hälfte und mir ist das Wandern. Stundenlang.
Heute war ein solcher Tag, Wandern ist sehr entspannend, man bekommt den Kopf frei und kann sich durch dies und das und Ananas am Wegesrand wunderbar ablenken lassen. Getreu meinem Motto “Days turn to minutes and minutes to memories” ist natürlich immer die Kamera dabei.

Ziel unserer heutigen Wanderung war die Erft zwischen Wevelinghoven und Kapellen, zwei beschauliche Dörfer in der Nähe von Grevenbroich. Ich habe dort in der Nähe vor fast einem Viertljahrhundert einige Jahre lang gelebt, doch denn Tipp für diese Wanderung bekamen wir paradoxerweise von Freunden, die in Krefeld wohnen und die unsere Wanderleidenschaft teilen. Obwohl mir die Gegend bekannt war, habe ich doch einige neue Perspektiven entdeckt.

Bepackt mit meiner kompletten Fotoausrüstung ging es dann auf eine knapp 3 1/2-stündige Wanderung. Was für eine beknackte Idee!
Mein heißgeliebtes 50mm-Objektiv flog nach ein paar Aufnahmen in die Tasche und ab dann musste das Tamron 18-200mm-Objektiv Überstunden leisten.

Es kann zuweilen sehr erholsam sein, wenn man einfach mal drauflos fotografieren kann und sich nicht über irgendwelche technischen Dinge das Hirn zermartern muss. Sicher, hier und da ein Weitwinkel für ein tolles Panorama, dort ein Tele für ein Detail in weiter Ferne und die 50mm-Plastikbombe für ein paar Portraits hätten sicher etwas mehr für die Fotos getan.
Aber ich denke, es muss auch mal gut sein. Einfach mal den Augenblick einfangen. Das klappt mit einem Zoom-Obkjektiv wie dem 18-200mm von Tamron ganz ausgezeichnet.

Fotografie muss nicht immer das letzte Detail und das perfekte Licht aus einem Motiv herausholen. Fotografie kann auch ganz einfach nur mal ein paar schöne Erinnerungen festhalten. Und einfach mal den ISO-Wert an der Kamera hochstellen. Alle Fotos wurden mit ISO 400 und ISO 800 gemacht. Der Purist hebt jetzt den Zeigefinger, schließlich gelingen Landschaftsaufnahmen mit ISO 100 “immer”.
Rhabarber, Rhabarber, natürlich leidet die Qualität und man bekommt nicht immer ein technisch perfektes Foto. Bisweilen will man sich jedoch einfach nur an ein paar Erinnerungen erfreuen. Was nutzt es da, dass ich einen geilen, blauen Himmel habe und der Rest des Fotos schwarz wie die Nacht ist. Fotografie hat für mich einen primären Zweck; Sie muss Spass machen!
Darüber hinaus hat sich mal wieder auf eindrucksvolle Art und Weise gezeigt, an wievielen Motiven ich mal wieder vorbeigelatscht wäre, hätte Isi sie mir nicht gezeigt.
Alles in allem ein über die Maßen erholsamer Sonntag, der uns wieder einige schöne Motive gebracht hat. Einfach so. Einfach mal draufhalten! Auch, wenn 60% der Fotos anschließend in der Tonne landen.

Einfach mal anschauen – Fotos unserer Erftwanderung:

Schlechtes Wetter

Gibt es schlechtes Wetter für die Fotografie? Ist es nicht besser, bei trübem Wetter oder bei Wolken am Himmel die Fotoausrüstung in die Ecke zu Stellen und sich anderen Sachen zu widmen? Sollte man mal wieder seine Ausrüstung warten oder seine Shakren zählen?

Die Antwort ist ganz klar: NEIN!
Jedes Wetter hat seine Reize, Sonnenauf- und Untergänge sind geil, lagen Schatten können toll sein, ebenso wie ein strahlendes, gelbes Kornfeld mit stahlblauem Himmel, über den nur noch Tom Cruise mit seinem Top-Gun Geschwader fliegen muss.
Ebenso kann “nicht-sonniges” Wetter unendliche Reize bieten. Schattenlose Motive können surreal wirken, in Pfützen können herrliche Spiegelungen erzeugt werden, es entstehen schöne Wolkenformationen bist hin zu Gewittern mit Blitzen, die an Tivoli-Lichterspiele erinnern.

Am Mittwoch war so ein Tag. Ich wollte ein wenig das Braunkohle-Revier “vor der Haustür” erkunden. In Jackerath gibt es einen sogenannten “Skywalk“, der ein paar Meter in das Tagebaugebiet Garzweiler II hineinragt. Das schreit natürlich nach Weitwinkel und kräftigen Farben.  Ebenso die ganz in der Nähe befindlichen Kraftwerke, die ihren endlosen, weißen Wasserdampf in den stahlblauen Sommerhimmel ausdünsten.

Wäre es so gewesen, wäre der Beitrag hier zu Ende und es gäbe ein paar farbenfrohe Bildchen und Schluß im Bus.
Kaum auf der Autobahn zu meinem Ziel angelangt, zog sich der Himmel komplett zu und es regnete aus Waschkübeln. Teilweise wäre man zu Fuß schneller unterwegs gewesen, da einige Autofahrer plötzlich einsetzenden Regen immer noch als Vorbote der Apokalypse auffassen.
Wie auch immer, umkehren kam für mich nicht in Frage. Man muss die Dinge nehmen wie sie sind, alles hat einen Sinn im Leben. Mir kam das Gedicht “Was es ist” von Erich Fried in den Sinn, dass ich in einem Buch fand, das ich zur Zeit lese:

Was es ist
Es ist Unsinn sagt die Vernunft
Es ist was es ist sagt die Liebe

Es ist Unglück sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst
Es ist aussichtslos sagt die Einsicht
Es ist was es ist sagt die Liebe

Es ist lächerlich sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich sagt die Erfahrung
Es ist was es ist sagt die Liebe

Am “Skywalk” angekommen, hatte das Wetter ein wenig einsehen. Der Regen hörte auf und am Horizont klarte der Himmel ein wenig auf, es waren jedoch immer noch genügend Wolken für die nächste Dusche vorhanden. Leider gelangen mir nur einige wenige Aufnahmen, da die Schleusen sich oben wieder öffneten.
Lohnenswert ist der “Skywalk” auf jeden Fall; wer mal dorthin möchte, findet ihn hier unten. Da nichts für die Ewigkeit ist und im Tagebau die Ewigkeit auch schon mal etwas kürzer ist, solltet Ihr Euch beeilen. Es ist möglich, dass das Ding irgendwann weichen wird, wenn der Tagebau “weiterzieht”.

Da die ganze Tour bis dahin relativ unergiebig war, beschloß ich, weiter Richtung Bergheim zu fahren, um dort ein paar Kraftwerksbauten zu fotografieren.
Einmal mehr zeigte sich, dass man beim Fotografieren oftmals improvisieren muss. Das Wetter wurde zwar deutlich besser, vor allen Dingen trocken, doch Sommerfeeling wollte sich nicht einstellen, insbesonders, da es sich um fast 10 Grad abgekühlt hat.
Ehrlich gesagt, Kraftwerke im Sonnenlicht taugen vermutlich nur für Hochglanzaufnahmen der Betreiber, auf das die Sonne den CO2-Ausstoß weglächelt.

Wenn man auf der A61 Richtung Koblenz in Bedburg die Autobahn verläßt und die L213 in Richtung Niederaußem fährt, steht man irgendwann vor dem bedrohlichen Panorama des gleichnamigen Kraftwerkes.  Der Himmel war von dem Gewitter immer noch grau-blau und der austretende Rauch setzte sich schön vom Himmel ab. Die Bewölkung lockerte auf und hier bot sich eine Langzeitbelichtung mit bis zu 20 Sekunden und Graufilter an. Dabei entsteht der Eindruck, dass der Himmel den Rauch aus den Kühltürmen saugt. Bei strahlendem Sonnenschein tritt dieser Effekt natürlich nicht zu tage.
Von hier aus gibt es dieses tolle Panorama:

Zum Abschluss der Tour ging es nach noch zu den Kraftwerken nach Neurath, dort steht das modernste Kraftwerk Europas. Da der Himmel ähnlich wie in Niederaußem strukturiert war, ergab sich hier der selbe Effekt mit einer Langzeitbelichtung. Aufgenommen wurden die Fotos von diesem Standort aus:

In der Galerie findest Du einige meiner oben beschriebenen Aufnahmen.
Es zeigt sich, dass man nicht immer die Flinte ins Korn oder die Kamera in die Ecke werfen sollte, wenn mal nicht die Sonne scheint. Jedes Wetter hat seine Reize und Möglichkeiten.

Heimatmomente

Lamellenhaus

Die Stadtwerke Willich/Meerbusch haben einen Fotowettbewerb gestartet, um den offiziellen Kalender der Stadt Willich für das Jahr 2018 zu gestalten.
Jeder, der mag, kann an dem Wettbewerb teilnehmen (vorher registrieren) und bis zu fünf Foto hochladen.  Natürlich gibt’s auch etwas zu gewinnen. Kunden der Stadtwerke Willich/Meerbusch erhalten eine Stromgutschrift von 250 kWh auf ihre Jahresrechnung. Alle anderen können sich über einen Einkaufsgutschein für Willich oder Meerbusch in Höhe von 50 Euro freuen. Der Preisträger des Titelbildes erhält einen Gutschein über 100 Euro, einzulösen bei Foto Leistenschneider in Krefeld oder Düsseldorf.

Die Übermittlung der Bilder kann noch bis 31.Juli 2017 erfolgen. In der öffentlichen Galerie sind bereits einige sehr schöne Aufnahmen zu bewundern. Es zeigt sich einmal mehr, dass man nicht weit reisen muß, um schöne Aufnahmen abseits von Südseepalmen und Himalaya-Motiven  zu machen. Das Schöne liegt oft vor der Haustür.
Anbei meine Beiträge zum Fotowettbewerb:

Selbstgenähte Stativhülle

Es gibt Tage, da fluche ich und meine Laune geht in den Keller, weil ich irgendwie immer das falsche Equipment kaufe. Vor Jahren kaufte ich mir eine Fototasche, in die man alles mögliche stopfen kann und die soviel Geheimfächer hat, dass so mancher Zöllner am Flughafen daran verzweifeln könnte.
Einen gewaltigen Nachteil hat das Teil jedoch: es passt kein Stativ herein.

Was tun, wenn man “därr Gärät” mitschleppen will oder muß?
Freilich, man könnte der verwegenen Idee verfallen, sich einen Fotorucksack kaufen, in den sogar noch das MacBook passen würde. Für gute Teile werden jedoch garantiert dreistellige Beträge aufgerufen. Außerdem läuft jeder mit so einem Ding herum …

Gestern kam ich von einem Fotospaziergang in meiner alten Heimatstadt Neuss zurück und klagte zu Hause mein Leid, dass ich rumlief wie ein Packesel.
Anstatt mich in auf die Intensivstation für Männer einweisen zu lassen, hatte meine bessere Hälfte eine weitaus bessere Idee. Heute verwendete Sie ihr handwerkliches Talent dazu, eigens für mich eine Hülle für mein Stativ zu nähen, was man ganz einfach über der Schulter tragen kann.
Das Motiv mag dem ein oder anderen womöglich ein wenig infantil erscheinen, doch die kleinen Piratenköpfe gefielen mir sofort; erinnern sie mich doch an ein Zitat meines großen Idols Steve Jobs:

“It’s better to be a pirate than to join the navy”
Steve Jobs (1955-2011)

Ein großen Dank und einen dicken Kuss an mein Sweetie, diese individuelle Schmuckstück ist perfekt zu tragen, zudem wasserfest und kommt sich nicht mit meiner Fototasche ins Gehege, wenn man beide über der Schulter trägt.
So bleibt immer eine Hand für die unverzichtbare Lucky Strike frei …
Mein Sonntag ist gerettet.

Hier könnt ihr einen Blick auf das schöne Teil werfen. Ohne Zipp und Zapp und Narrenkapp, einfach aus der Hand fotografiert.

Unterwegs mit der Canon 50mm Festbrennweite

Neulich habe ich einen Artikel einer Fotografin gelesen, die fast ausschließlich mit einer 50mm- Festbrennweite fotografiert, hauptsächlich Landschaften.  Was soll der Quatsch jetzt, wird sich der eine oder andere fragen?

Zuerst einmal die graue Theorie – was ist eine Festbrennweite überhaupt? Eine Festbrennweite ist ein Objektiv, mit dem man nicht zoomen kann und einen festgelegten Bildausschnitt hat.
Mit einem solchen Objektiv “kastriert” man sich zunächst erst einmal selbst. Das wilde Drehen am Zoom gehört der Vergangenheit an, weil nicht vorhanden. Der Zoom, den man benutzen kann, hat hier zwei Beine. Die muß man in die Hand nehmen und sich sein Motiv regelgerecht suchen. Freilich ist der eine oder andere Ausreisser dabei, aber dafür lernt man.
Der praktische Vorteil dieses Objektives ist sein unglaublich geringes Gewicht, man kann es wirklich überall mit hinschleppen.

Weitere Vorteile des im Volksmund auch zu Unrecht “Plastikscherbe” genannten Objektives sind die mögliche extrem offene und durchgehende Blende, die tolle Schärfe/Unschärfeverläufe ermöglicht und durch die offene Blende von 1,8 guten Fotos bei schwierigen Lichtverhältnissen. Man muß sich jedoch erst einmal daran gewöhnen, dass man mehr herum latschen muß, um einen geeigneten Bildausschnitt zu finden. Schwierig ist es auch bei Städtereisen, da man zuweilen das Zoomen doch vermisst.

Das von mir verwendete Canon 50mm-Objektiv kostet knapp €100,-, doch es ist jeden Cent wert. Sicher sind nicht alle Bilder, die man damit macht, hundertprozentige Treffer, aber die, die etwas geworden sind, entschädigen für die Mühe. Ich liebe meinen 50mm-“Fußzoom”.

So habe ich mich in meiner Heimatstadt Neuss aufgemacht, und nur mit diesem Objektiv ein paar Aufnahmen gemacht, bei denen ich nie auf die Idee gekommen wäre, mein 18-55mm Kit-Objektiv oder mein “Immer drauf”-18-200mm Tamron-Objektiv NICHT zu benutzen. Man fotografiert bewußter und es macht ganz einfach mehr Spaß, was bei der Fotografie immer der Fall sein sollte.

Greta Markt 2017

Zweimal im Jahr locken die Alternativ-Märkte „Greta“ und „Claus“ Tausende von Beuschern nach Mönchengladbach. Im Sommer ist Zeit für die schöne Greta.
“Wir bieten Dinge, die die Welt nicht braucht, die man aber trotzdem haben möchte”, sagt Fotografin und Mit-Organisatorin Myriam Topel.
Dem ist in der Tat so. Vom Up-Cylcing (alte Fahrradschläuche und Holzpaletten) über Schmuck, Kleidung und Leckereien ist hier alles zu finden, garantiert und mit viel Fantasie handgearbeitet.

Seit 2009 findert Greta im Sommer unter freiem Himmel rund um den Schillerplatz in Mönchengladbach-Eicken statt, längst hat er sich zu einer Art Volksfest entwickelt.

Anbei findet Ihr ein paar Impressionen vom „Markt der schönen Dinge“:

 

Homepage des Greta-Markt

A Walk In The Park

A walk in the park, a step in the dark
– tönte einst die sagenumwobene Nick Straker Band in den noch jungfräulichen achtziger Jahren.

Ganz so schlimm wird’s  nicht, am Mittwoch habe ich das schöne Wetter genutzt, um einen Ausflug nach Krefeld in den Park zu machen. Weil einer nicht reicht, waren es gleich zwei.

Nun ist Krefeld nicht gerade als Perle bekannt, man spricht hier auch gerne vom “Manchester am Niederrhein“. Doch gibt es hier mehrere Kleinode, die man hier eigentlich gar nicht vermuten würde, wenn man sich über die großen Einfallstrassen stadteinwärts begibt. Wer mehr über Krefelds Parkanlagen wissen möchte, guckt mal kurz hier, bevor er weiterliest:
Parkanlagen Krefeld

Lange Rede, kurzer Pin, Ziel am Mittwoch waren der Schönhausenpark und der Sollbrüggenpark mein Ziel.  Wer nicht weiß, wo diese zu finden sind, Google ist immer Euer Freund, wenn es drauf ankommt.

Unmittelbar rechts neben dem Schönhausenpark befindet sich der Sollbrüggenpark, Ihr braucht nicht lange suchen.
In den Parks kann man wunderbar chillen und der hektischen Stadt für einen Moment entfliehen. Kleine Seen und der Blick auf malerische Gebäude aus längst vergangenen Zeiten lassen einen die Seele baumeln.

Ganz zufällig hatte ich auch meine Fotoausrüstung dabei und habe ein paar Eindrücke festgehalten. Was ich mir mittlerweile angewöhnt habe, ist immer mein Stativ mitzuschleifen. Gerade in solchen Parklandschaften hat man es immer mit ganz unterschiedlichen Lichtverhältnissen zu tun. Aus der Hand fotografiere ich immer nur mit einer Belichtungszeit von maximal 1/100. Alles, was länger dauert, tut nichts für uns, alles, was kürzer ist, macht zuviel Alarm, will heißen, wir haben eine veritable Anzahl von weißen Flächen, die total ausgebrannt sind. Da hilft auch keine Stunde im Lightroom oder irgendwelchen photogeshoppe. Auf dem Stativ kann man je nach Blende auch schon mal 1/5 sec. riskieren. Dunkle Bereiche bekommt Ihr in der Nachbearbeitung immer heller, ein eingebranntes weiß bleibt so weiß wie der Weiße Riese.
Auf mein “Alles für Dolles” Tamron 18-200mm Objektiv habe ich diesmal bewußt verzichtet. Es kam nur das Canon Kit-Objektiv (18-55mm), ein 10-18mm Weitwinkel und ein 50mm Festbrennweitenobjektiv zum Einsatz.
Da drängt sich die Frage “Äy, Digga, warum Festdingsbums?” auf – naturgemäß kastriert man sich hier selbst, aber es hat zuweilen auch Vorteile. 50mm sind der Blickwinkel des menschlichen Auges (ungefähr 46 Grad Blickwinkel), es hat eine bessere Auflösung, ein bessere Randschärfe und auf Grund der besseren Lichtstärke eine mögliche geringere Schärfentiefe als beispielsweise ein Kit-Objektiv.

Genug der Worte, hier ein paar Eindrücke:

iPhone-Fotos

Die Hardcore-Fotografen werden jetzt die Stirn in Falten werfen. Ist es möglich, mit einem Handy gute Fotos zu machen? Ohne irgendwelche Einstellungen, einfach Knöpfchen drücken und gut iss?

Ich finde, es geht ganz gut, solange man nicht den Anspruch hat, ein Fine-Art Print zu erstellen, der auf einer Leinwand den 100qm großen Westflügel des trauten Heimes schmücken soll. Man muß nicht “always and everywhere” den Spiegelrefelx-Boliden samt tonnenschwerem Objektiv-Equipment mit sich herumschleifen.

Auf YouTube gibt es eine wunderschöne Playlist von Apple, was man fototechnisch alles mit dem iPhone anstellen kann. Wirf mal einen Blick drauf, es ist sehr interessant.

Es ist erstaunlich, was man mit einem Smartphone alles anstellen kann, ich erinnere mich noch 15 Jahre zurück an mein Motorola,  das allerhöchstens Daumenkino-Qualität hatte.
Das unten stehende Bild wurde mit einem iPhone 7 aufgenommen. Links das Original “out of the box” und rechts eine nur mit den Bordmitteln von Apple Fotos bearbeitete Version. Natürlich gibt es hier Plug-Ins und für iOS tonnenweise Filter, die aus so etwas mehr oder weniger Kunstwerke zaubern können, aber wir beschränken uns auf das Wesentliche, so dass es jeder, der ein iPhone und/oder einen Mac hat, die Bearbeitung nachvollziehen kann. Im “Bearbeiten” Menu in Apple-Fotos wurde für die Bearbeitung auch lediglich bei allen Parametern die Auto-Funktion verwendet, in der iOS-Version muss man leider selbst Hand anlegen. Selbst mit allen Parametern “auf Automatik” ergibt sich hier ein wesentliche klareres, schärferes und farbneutrales Bild. Der eigenen Kreativität sind hier selbstverständlich keine Grenzen gesetzt.
Also, warum nicht mal das teure Equipment beiseite legen und einfach drauf los fotografieren. Mit dem iPhone macht’s richtig Spaß.

Ziehe an dem Schiebregeler, um links das Original und rechts das bearbeitet Bild zu sehen.

Beim nächsten Mal geht es darum, wie man mit Adobe Lightroom mobile auf dem iPhone im RAW-Format (bei Adobe heißt`s DNG) fotografieren kann und wie Ihr noch mehr aus Euren Fotos herausholen könnt. Bis dahin viel Spaß mit dem iPhone. Vielleicht habt Ihr Lust, mir Eure iPhone-Fotos zu schicken, die Ihr aufgenommen habt. Ich werde diese in meine iPhone-Galerie setzen.

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Tour de France 2017

Am ersten Juli-Wochenende startete die diesjährige Tour de France in zum vierten Mal in Deutschland. Der Grand Départ fand am 1.Juli 2017 in Düsseldorf statt, die zweite Etappe führte am darauffolgenden Sonntag von Düsseldorf ins belgische Lüttich. Auf diesem Weg führte die Tour auch durch meine Heimatstadt Neuss. Was liegt da näher, als dort ein paar Fotos zu machen.

Gegen 12.30 Uhr trafen wir an der Ecke Friedrichstrasse/Kaiser-Friedrich Strasse ein.  Dort beschrieb die Strecke eine 90-Grad Kurve, was eine schöne Perspektive darstellte. Nach einer ca. einstündigen Wartezeit wurde es dann ernst, eine Ausreißergruppe passierte unseren Platz, ca. eineinhalb Minuten später folgte das Peloton, das Hauptfeld.

Ich legte mich dazu auf den Bordstein, um die Fahrer von unten hinauf fotografieren zu können. Viel Zeit hat man da naturgemäß nicht. Also wurde die Kamera auf “Dauerfeuer” eingestellt. Für mehr als 35 Fotos reichte es abschließend nicht.

Der folgende Blick in den Monitor meiner Kamera zeigte dann eindrucksvoll, wie man auch diese 35 Fotos klassisch “verkacken” kann. Als ich mich auf den Bordstein begab, muss ich versehentlich die Kameraeinstellung von Blendenautomatik auf den manuellen Modus verstellt haben, in dem eine Blende von 8 und eine Verschlusszeit von 1/15 Sekunden eingestellt war – eine Einstellung, mit der man eventuell Milka-Kühe in den Schweizer Alpen fotografieren kann, aber gewiß keine rasende Tour de France.

Getreu dem Motto, dass es Fehler nicht gibt, sondern nur Erfahrungen, hakte ich das Shooting ab. Zuhause im Lightroom konnte man aus ein paar Bildern doch noch etwas herausholen, wenn auch nicht ein einzige Aufnahme wirklich scharf oder fokussiert war. Was sich zeigte, waren Aufnahmen, die an Doppelbelichtungen erinnerten. “Scharf kann jeder”, sagte ich mir. Solche Fotos macht vermutlich keiner, schon gar nicht bewußt.

Beim Durchschauen der Fotos fühlte ich mich wieder an ein Buch des Fotografen Tino Pohlmann erinnert, der dort einige schöne s/w-Aufnahmen der Tour de France veröffentlicht hat. Es heißt “Rotation/Condition/Inspiration“. Bei Amazon ist es leider nur noch gebraucht erhältlich, einen Link dazu findet Ihr unter der Galerie.

Das Ergebnis möchte ich Euch trotzdem nicht vorenthalten, jeder mag entscheiden, ob er einen Wert darin sieht. Viel Spaß beim Anschauen.